Gefahren auf dem Trail – Der Riesen-Bärenklau

Veröffentlicht von Sascha am



Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten, 15 Sekunden



 

Nach dem ich vor Kurzem noch vor den fiesen Zecken auf dem Trail gewarnt haben will ich heute vor einer etwas anderen Gefahr warnen. Dem Riesen-Bärenklau oder auch Herkulesstaude / Herkuleskraut genannt.

Eingeschleppt und konkurrenzlos

Diese ursprünglich aus dem Kaukasus stammende zwei- oder mehrjährige Pflanze bildet photosensibilisierende Substanzen die in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch wirken. Heißt im Klartext, wer mit dieser Pflanze in Berührung kommt kann mit schmerzhaften Quaddeln und schweren Verbrennungserscheinungen rechnen. Das gemeine daran ist dass diese Symptome erst auftreten sobald ihr mit Sonnenlicht in Kontakt geratet. 

Giftpflanze des Jahres

Die Herkulesstaude wurde 2008 zur Giftpflanze des Jahres gewählt was schon einiges über den miesen Charakter des „Unkrauts“ aussagt.  

Die Pflanze wird bis zu 3 oder 4 Meter groß so dass sie kaum zu übersehen ist. Hat sie eine solche Wuchshöhe allerdings noch nicht erreicht lauert sie u.U. versteckt um Gras. Die Laubblätter werden in der Regel gut einen Meter lang, erreichen aber mit Blattstiel durchaus eine Länge von 3 Metern. 

Durch das rasante Wachstum erreichen junge, einjährige Pflanzen bereist im Mai eine Höhe von knapp 100 cm. 

Man findet die Stauden oft an Straßenrändern, Brachen und Bach- oder Flußtälern in ganz Europa und bis nach Zentralrussland. Die Pflanze ist also sehr anpassungsfähig.

 

Wikipedia schreibt folgendes zu den Gesundheitlichen Risiken:

In der gesamten Pflanze (auch im Wurzelsystem) sind photosensibilisierende Furanocumarine enthalten, die nach Hautkontakt bei anschließender Bestrahlung durch Sonnenlicht phototoxische Reaktionenhervorrufen. Bei empfindlichen Menschen genügt bereits ein einfacher Kontakt mit der Oberfläche der Blätter. Die Reaktionen zeigen sich in Rötungen, Hautentzündungen, Reizungen und in schlimmen Fällen in einerWiesengräserdermatitis, die sich mit entzündlichen, schmerzhaften Blasenbildungen äußert. Diese können großflächig sein und Verbrennungen ersten bis zweiten Grades hervorrufen. Die Hautreizungen beziehungsweise Blasen können wochenlang anhaltende nässende Wunden verursachen und mit anhaltenden Pigmentveränderungen einhergehen. Auch FieberSchweißausbrüche und Kreislaufschocks können die Folge des Umgangs mit der Pflanze sein.
Unter Umständen können Reaktionen auch wenige Tage später durch dann auf die betroffene Haut einstrahlendes Sonnenlicht ausgelöst werden. An heißen Tagen werden zudem die Furanocumarine von der Pflanze an die Umgebung abgegeben, und es kann bereits bei einem längeren Aufenthalt unmittelbar neben den Pflanzen zu den oben beschriebenen Erscheinungen oder auch zu Atemnot kommen. Ausgasende Furanocumarine können eine (bis zu drei Wochen anhaltende) akute Bronchitis verursachen.
Bei Arbeiten mit dem Rasentrimmer oder beim Abhacken der Pflanze kann der Pflanzensaft auch durch die Kleidung hindurch Schwierigkeiten bereiten.
Nach Kontakt mit Teilen der Pflanze kann es hilfreich sein, schattige Orte aufzusuchen und die betroffenen Kontaktstellen mit Wasser und Seife zu reinigen. Es ist zu empfehlen, nach einem Hautkontakt mit der Pflanze einen Arzt aufzusuchen.

Erste Hilfe bei Kontakt

Als Erste Hilfe Maßnahme empfiehlt es sich also sich in den Schatten zu begeben und die betroffene Stelle gut mit Wasser und Seife zu reinigen. Wie so oft ist bei Kindern und alten Menschen besondere Vorsicht angebracht da diese oftmals stärker auf das Gift reagieren. Auch Hunde sind davon betroffen!

 

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Pflanze bereits gut einen Meter hoch und recht gut zu sehen.
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junge Riesen-Bärenklau Pflanze, versteckt im Gras
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Blütenstand des Riesen-Bärenklaus / Wikipedia

 

In diesem Sinne, Augen auf beim Traillauf. Die Welt da da draußen ist böse und gemein ;)





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Sascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.

6 Kommentare

EarnYourBacon · 27. Mai 2016 um 10:18

Diese fiesen Pflanzen wachsen bei uns am hinteren Teil des Teltowkanals zu Hauf. Kann ich nur hoffen, dass sie sich nicht irgendwann auf mich stürzen :)

    Sascha · 27. Mai 2016 um 21:29

    Das wäre echt gemein ;) Lieber einen Bogen drum machen und ggf. die Stadt informieren damit sie das Zeug entsorgen lassen.

Sascha · 25. Juli 2015 um 19:18

Ja die Natur ist echt gefährlich :)

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