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Mein letzter Lauf ist schon etwas her, ihr erinnert euch vielleicht. Meine katastrophale Teilnahme am K52 in Altenahr. Auch davor bin ich ja nicht wirklich viel gelaufen, Schuld war mein neues Rennrad. Ja ich bin so einer der sich von Neuem ziemlich vereinnahmen lässt. Ich habe meine Lauferei stark vernachlässigt, wäre sie meine Freundin dürfte ich mich nicht darüber beschweren dass sie mich nun meidet.

Im Grunde war ich der Lauferei jetzt knapp 6 Wochen untreu, die gelaufenen Kilometer waren alle nur halbherzig runtergeschrubbt. Kein Spaß dabei, pure Pflichterfüllung.

Das wird sich ab heute ändern, heute an meinem ersten Arbeitstag nach dem Urlaub starte ich wieder mit meinem Trainingsplan. Das VicSystem ist mit dem Ziel „Kölnpfad 2016“ gefüttert und hat schon schier unmenschliche Einheiten ausgespuckt. Ok, so schlimm ist es nicht. Allerdings bereiten mir die langen Läufe echte Kopfschmerzen. Sonntag beginnt der Reduktionsblock (zum Glück denn dann muss ich nicht gleich voll einsteigen) mit einem langen Lauf über 50 km. 4 Wochen wird dieser Reduktionsblock andauern, in diesen 4 Wochen stehen lange Läufe um die 40-50 km an den Sonntagen an. Wem das jetzt schon viel vorkommt den werden die Läufe in der normalen Trainingsphase komplett umhauen. Mir treiben Läufe von 65 – 80 km! aktuell echt Falten auf die Stirn. Jede Woche versteht sich.

Was also tun um sich nicht zu überlasten und auch die Familie nicht zu überfordern? Mir ist schon klar dass viele Trainingskilometer helfen werden die 171 km rund um Kölle besser zu meistern. Ich bin ja auch ein Freund von hohen Umfänge bzw. vielen langen und auch überlangen Läufen.  Nur kann ich unmöglich jeden Sonntag zwischen 6 und 9 Stunden für mein Lauftraining investieren, nicht als Familienvater. Nicht als Hobbyläufer.

Ich werde also den langen Lauf alle 14 Tage durch eine Radfahrt mit Trähnlichem Kilometerumfang bzw. um die 80 – 100 km ersetzen, soviel steht schon mal fest (so fest das eben stehen kann). Die Frage ist halt wie lange ich das so machen kann, bei Regen machen 3 oder 4 Stunden auf dem Rad weniger Spaß, sollte es dann auch noch glatt werden kann ich mir nicht vorstellen dass ich das durchziehen werde. Der Ergometer ist da keine wirkliche Alternative, ich bin ja schon recht schmerzbefreit was stupides Training angeht, aber 3 Stunden auf dem Ergo gehen gar nicht.

Was also bleibt sind Doppeldeckereinheiten an den Wochenenden, das bedeutet dann aber wohl an beiden Tagen früh aufstehen zu müssen um die jeweils 30 – 40 km laufen zu können. Mein Vorteil ist zum Glück dass das VicSystem die Distanzen „normiert“ angibt. Es geht also davon aus dass die Läufe alle flach und auf Meeresniveau stattfinden, flach gibt es aber bei mir nicht und so werde ich auf den langen Läufe ab 30 km auf mindestens 1000 hm kommen. Das verschafft mir etwas Erleichterung was die Distanz angeht. Einfach wird es dennoch nicht.

Ich werde also den Rest des Jahres damit verbringen mich an eine für mich (und die Familie) gangbare Lösung heran zutasten. Auch das ist ein Aspekt des Ultralaufens, es gibt nicht den einen Weg wie man zu einem 100 Meiler plus X kommt. Das macht es unter anderem so spannend.

 

Foto: wikimediacommons\EDdebeer




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