Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten, 22 Sekunden



Was soll ich sagen? Ich hatte Ende Dezember angekündigt den Januar über meinen Fleischkonsum auf Null herunter zu schrauben, einfach so. Ich hatte mir immer vorgenommen darüber auch zu bloggen, aber irgendwie fand ich das dann während des Versuchs überhaupt nicht mehr wert dass man darüber bloggt.

Es war und ist eigentlich überhaupt nichts Besonderes. Es ist mir absolut nicht schwer gefallen auf Fleisch und Wurst zu verzichten. Ich habe mich tagsüber auf der Arbeit von Obst und Salat ernährt, im Grunde wie schon einige Monate davor.

Hat sich etwas geändert?

Bin ich leichter oder schwerer geworden? Bin ich leistungsfähiger als zuvor?

Der vergangene Monat war mit 315 km mein bisher zweitstärkster Monat und auch über eine Minute schneller als der Mai 2014. Damals war ich 316 km gelaufen, allerdings bedingt durch die knapp 6000 HM eben auch langsamer.

Mein Gewicht hat sich zwar leicht nach unten korrigiert, das alleine an der Ernährung fest zumachen wäre dann aber doch zuviel.

Ist das jetzt gut oder schlecht?

Weder noch. Mein Versuch zeigt mir dass diese Art der Ernährungsumstellungen zumindest kurzfristig keinerlei Auswirkungen hat. Die einzigen Einschränkungen die ich erleben musste war doch tatsächlich das auswärts Essen, da hat man nicht überall Glück. In München auf der ISPO zum Bespiel fand ich es schwer was anderes als Leberkäs o.ä. zu finden, einfach mal irgendwo hingehen und garantiert etwas zu essen zu finden geht nicht immer. Nach der ISPO am Drive In Schalter war ich leicht überfordert, hatte ich doch bisher nie etwas vegetarisches dort bestellt. So wurden es dann eben nur Pommes Frites… Wie muss es da erst den Veganern ergehen?

So wirklich schwer war es nur den Fisch zu streichen, das hat mich etwas Überwindung gekostet. Ich liebe meinen Lachs zum Abendessen. Aber wie es mit der Gewohnheit so ist, dauert es eben nur ein wenig.

Gelernt habe ich in dem Monat dass Brotaufstriche mit der Bezeichnung „Bio“ und „vegetarisch“ nicht immer auch wirklich lecker sind. Meist schmeckt die Alternative ohne diese Buzzwords deutlich besser. Wenn aber auch noch der Käse wegfallen würde, wäre ich wohl verloren.

Zuhause allerdings ist es nicht weiter schwer seine Ernährung umzustellen, grade wenn eh die Frau kocht :) Nein Spaß beiseite, ich bin in der Regel nie sonderlich kreativ was mein Essen angeht und so hat sich da nicht viel geändert. Auf die Frage meiner Frau was wir zum Zeitpunkt X essen sollen antworte ich meist „keine Ahnung, hab grade keinen Hunger.“

Wäre ich alleine, würde ich mich größtenteils von Salat und Gemüse ernähren schätze ich. Da müsste ich dann schon das eine oder andere Mal das Kochbuch oder chefkoch.de bemühen um abwechslungsreiche Gerichte auf den Tisch zu bekommen.

Mache ich weiter?

Von mir aus ja. Es hat mich wie beschrieben keine nennenswerte Überwindung gekostet. Über die zahlreichen Kommentare der Fleischfresser dass man als Sportler ja unbedingt Fleisch brauche um Leistung zu erbringen konnte ich ja schon vorher nur müde lächeln, da gibt es ja zum Glück ausreichend Bespiele die das Gegenteil beweisen. Unser schnellster Marathonmann Arne Gabius ist ja auch Vegetarier, während Florian Neuschwander auf Bier und Schweinesteaks schwört. Da beide deutlich schneller sind als ich, behaupte ich mal dass man das eben nicht an der Ernährung festmachen kann. Fairerweise muss man halt auch sagen dass beide wohl auch nicht so faul sind wie ich…und ein paar Jahre Trainingsvorsprung haben sie auch noch :)

 

 





Gefällt dir was du gelesen hast?
Dann würde ich mich freuen wenn du den Beitrag fleißig in den sozialen Medien teilst und so auch anderen die Chance gibst meine Beiträge zu lesen. Ich finde jeder hat seine regelmäßige Portion Trailrunnersdog.de verdient, oder?

Falls du mich und meine Arbeit unterstützen willst, dann kannst du das via Patreon, via Steady oder via Paypal tun Reihe dich ein in die Liste der Supporter!