Der W.U.T. und ich.

Veröffentlicht von Sascha am



Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten, 14 Sekunden



Der W.U.T. oder besser der Wiedtal Ultra Trail Gruppenlauf rund um Waldbreitbach im mittleren Wiedtal im Westerwald. Mit 65 km und etwa 2100 Höhenmetern nicht ganz unanspruchsvoll und das im bereits im März. Das heißt, dass es auf den Höhenlagen des Westerwaldes auch schneien kann um diese Jahreszeit.

 

Der W.U.T. und ich haben mittlerweile eine 3 jährige Geschichte. Bitte?? Werdet ihr euch vielleicht fragen, aber ich finde ja überhaupt keinen Bericht über diesen tollen Lauf. Wie kann das sein?

Tja… das war so.

Im Jahre 201 3 dürfte es gewesen sein als ich von diesem Lauf erfuhr, zu diesem Zeitpunkt trainierte ich auf meinen ersten Ultralauf den Westerwaldlauf über 50 km der an Vatertag stattfand. Dass mir die 65 km zu dem Zeitpunkt noch unvorstellbar vorkamen muss erwähnt werden. Ich war einfach noch nicht soweit, aber 2014 da wollte ich das Ding unbedingt laufen. Ich hatte zu viele Tolle Bilder gesehen und Geschichten gehört um dort nicht mit zulaufen. Der W.U.T ist einer der Läufe die vor familiärer Atmosphäre nur so strotzen, hab ich mir sagen lassen. Wolfgang und Josef stecken dort viel Herzblut in den Lauf und die Startgebühren gehen an die Henry Wanyoike Foundation in Kenia um dort armen Menschen dabei zu helfen ihr Hobby das dort zum größten Teil dazu dient Geld zu verdienen um aus der Armut zu entfliehen auszuüben.  Man tut also nebenbei noch etwas Gutes was ja auch nie verkehrt ist.

Erste Anlauf beim W.U.T. 2014

Als dann die Anmeldephase für die 2014 er Ausgabe geöffnet wurde schrieb ich brav meine Email an die Veranstalter um zu klären ob ich Bonni mitnehmen dürfe. Die Antwort war mir sofort sympathisch denn meine Anfrage wurde bejaht. Das war im November 2013 und somit noch viel Zeit für Bonni und mich über den Winter zu trainieren und fit zu werden. Das Training lief gut und wir (ok ich) waren guter Dinge. Am 05.04. sollte es im Westerwald losgehen doch pünktlich (!) nämlich zwei Tage vor dem Start musste ich absagen, Erkältung und Rotz.

Zweiter Anlauf beim W.U.T. 2015

An den Vorbedingungen und meiner Lust den Lauf zu bestreiten hatte sich nichts geändert zumal ein Teil des Westerwaldlaufes der Strecke des W.U.T folgt oder andersherum. Jedenfalls wusste ich was mich dort landschaftlich erwarten würde und die Anmeldung nur noch Formsache. Meine Anmeldung ging folgerichtig am 22.10.2014 an Wolfgang und Josef. Gut einen Monat später musste ich erneut absagen denn der Austragungstermin lag zu nahe am Austragungstermin unserer 3. Tochter :) Hier muss mal als laufender Vater eben Prioritäten setzen was mir nicht ganz so schwer fiel wie das Jahr zuvor. Die Startgebühr hatte ich zu dem Zeitpunkt zum Glück für mich noch nicht entrichtet.

Dritter Anlauf beim W.U.T. 2016

Dieses Jahr findet der W.U.T. am 12.03. statt. Wieder recht früh im Jahr, aber die Form passt soweit und den ersten Ultra bin ich im Januar in Rodgau ja auch schon gelaufen. Mein Körper quittierte das dann mit 10 Tagen Fieber und Erkältung ziemlich zeitnah nach Rodgau. Ob es am Open Window Effekt oder 2 kleinen Kindern im Kindergarten liegt werde ich wohl nie erfahren. Nach der Pause ging es wieder bergauf auch wenn mir dadurch 2 lange Läufe im Gelände fehlten. Wird schon werden dachte ich, der Körper verlernt ja so schnell nix, einmal Ultraläufer, immer Ultraläufer (usw. usf. die üblichen doofen Sprüche eben.)

Ich weiß nicht ob mein Körper eventuell ein klein wenig daran gezweifelt hat dass wir das schaffen könnten, jedenfalls leitete er Anfang der Woche die Bremsung ein. Erst ganz sanft verzögert und jetzt eine Woche vor dem Start doch ganz vehement. Rotznase und Nebenhöhlen zu. Eine Sache die hart gesottene (oder weniger vorsichtige Läufer von denen ich auch einige kenne) bestimmt bis Samstag wieder „ausgeheilt“ bekämen und doch starten zu können. Ich aber habe echt Spaß an meinem starken Herz und habe keinen Bock mich die nächsten 35 Jahre mit etwaigen Folgen meiner Unvorsicht rumärgern zu müssen.

Die Chance dass ich auch beim Dritten Anlauf nicht beim W.U.T. starten werde ist verdammt hoch.

 

Der W.U.T. und ich, wir haben eine Geschichte. Es ist die einer Liebe die sich langsam anbahnte, ja es funkte und kribbelte, bei der man sich nahe kommt und beide wissen dass sie einander wollen aber durch eine Laune der Natur bleibt es eben nur bei einem Flirt. Es soll nicht sein, eine Liebe die wohl nur in den Träumen real werden kann. Der Stoff für viele der großen Liebesgeschichten unserer Zeit und weit davor.

 

W.U.T ich will dich und ich werde Jahr für Jahr um dich kämpfen!





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Kategorien: Gedanken

Sascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.

8 Kommentare

Frederic Biermann · 6. März 2016 um 15:29

Dann sei lieber vernünftig und kommendes Jahr starten wir beide beim WUT (wenn du mir rechtzeitig zur Anmeldung Bescheid gibst. )

    Sascha · 6. März 2016 um 16:14

    Vernünftig bin ich aif jeden Fall, eine Woche später am 20.03. habe ich ja zum Geburtstagstrailgedöns geladen das kann ich ja nicht wirklich riskieren. Da sollte / wollte ich schon wieder fit sein ☺

    Sascha · 7. März 2016 um 7:01

    Wenn ich mich für 2017 anmelde, erfährst du davon :)

laufendentdecken · 13. März 2016 um 12:31

Kenn ich echt gut. Ich hab auch einen Lauf den ich schon 2 Mal laufen wollte und noch nie hat es geklappt. Dieses Jahr agieren ich nach dem Motto „Alle guten Dinge sind drei“. Ich hoff ich schaffs. Viel Glück für deinen Start nächstes Jahr :)

    Sascha · 14. März 2016 um 7:33

    Ich drücke dir die Daumen dass du es schaffst :)

    Es gibt eben so Läufe, die liegen irgendwie ungeschickt und mit Kindern ist man eh das ganze Jahr irgendwelchen Keimen ausgesetzt. Immer dran bleiben heißt die Devise :)

#koelnpfad171 – Woche 10 › Trailrunnersdog - Weil 6 Beine einfach mehr Grip haben · 12. März 2016 um 9:30

[…] gibt also weiterhin keine Läufe zu vermelden und der W.U.T. wird auch dieses Jahr, das dritte Jahr in Folge für mich ausfallen. Gegen die Möglichkeit nur ein […]

#koelnpfad171 – Woche 11 › Trailrunnersdog - Weil 6 Beine einfach mehr Grip haben · 19. März 2016 um 9:31

[…] Hunsrück im Rahmen der Trainingscamp Tage von X-Sport Kastellaun. Sozusagen mein Ersatz für den W.U.T. denn wenn ich schon keine 65 km laufen kann, dann fahre ich sie zumindest mit dem Rad. Die […]

#koelnpfad171 – Woche 12 › Trailrunnersdog - Weil 6 Beine einfach mehr Grip haben · 24. Juli 2017 um 15:48

[…] Ganz zufrieden bin ich nicht, das sage ich gleich zu Beginn. Viel zu viele Ausfalltage hatte ich für meinen Geschmack im Q1 und damit meine ich nicht die Tage an denen ich aus familiären Gründen oder aus Unlust nicht laufen gegangen bin. Was mich immense stört sind die 21 Krankheitstage im ersten Quartal und der Ausfall des W.U.T. […]

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