Pleiten, Pech und eine Panne

Veröffentlicht von Sascha am



Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten, 43 Sekunden



Die erste Panne ist ja immer nur eine Frage der Zeit und der Häufigkeit mit der man auf dem Rad sitzt. Bei mir hat es jetzt ungefähr 2000 km gedauert bis ich eine hatte.

Angefangen hat gestern alles damit dass ich mich tagsüber tierisch über eine Person aufregen musste und froh war das am Abend meine übliche dienstägliche Temporunde anstand. Da es ja mittlerweile auch um 20:30 noch halbwegs hell ist, war es auch nicht weiter tragisch dass ich erst dann an der Strecke stand. Dass ich meine Stirnlampe vergessen hatte konnte ich noch halbwegs verkraften, es würde zwar während der geplanten 90 Minuten dunkel werden aber der Himmel war klar und der Mondschein würde ausreichen auf Asphalt.

„Problemwade“

Ich lief also los und merkte schon auf dem ersten Kilometer dass sich die Verhärtung in der linken Wade nicht wie üblich so einfach rauslaufen würde. Die linke Wade ist so etwas wie meine „Problemwade“, denn sie muckt am Anfang fast immer und da ich auf ein Einlaufen verzichte laufe ich das eben während der Einheit meist raus. Nicht so gestern und so drehte ich eben nach gut einem Kilometer wieder um, um aufs Rad umzusteigen.

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Ich sprang also flott in die Radklamotten bzw. hatte einen wilden Mix aus Lauf- und Radbekleidung an und machte das Rad fahrbereit. Beim Rausgehen fiel mir auf dass ich keinen Ersatzschlauch dabei hatte, also wieder rein und das Ding eingepackt.

#wennscheissedannrichtig!

Ich fuhr runter zum Radweg um dort fern vom Straßenverkehr eine Stunde durch die Dunkelheit zu düsen. Wendepunkt war das Industriegebiet in Polch nach knapp einer halben Stunde. Der Radweg war wunderbar leer und so konnte ich auch recht flott fahren, wenn schon kein Tempodauerlauf dann wenigstens auf dem Rad etwas fordern war mein Plan. Ging auch ganz gut bis zu dem Moment in dem ich dieses Geräusch vernahm.

[bctt tweet=“Flapp, flapp, PENG! So endete meine Ausfahrt jäh auf dem dunklen und kalten Maifeld Radweg.“ username=“trailrunnersdog“]

Mir war das Hinterrad geplatzt. Super dachte ich mir, allerdings noch mit einem leichten Grinsen im Gesicht. Es ärgerte mich zwar aber ich wusste ja dass es nur eine Frage der Zeit war bis ich die erste Panne haben würde. Jetzt war es also soweit und ich hatte im letzten Moment noch an den Ersatzschlauch gedacht. Glück im Unglück, aber alles verhältnismäßig optimal gelaufen.

Ich schob das Rad also zur nächsten Bank die keine 50 Meter weit entfernt stand, stellte das Rad darauf und informierte meine Frau dass ich eine Panne hatte. Die Stunde würde ich also nicht ganz einhalten können und da es schon 21:45 Uhr war wollte ich eben Bescheid geben.

Der Reifenwechsel ging mit gut von der Hand, auch wenn es dunkel war und ich nur im Schein der Radlampe arbeiten musste. War trotzdem irgendwie „lustig“. Als ich dann begann den Ersatzschlauch aufzupumpen hörte ich plötzlich ein Geräusch wie wenn Luft daneben gepumpt würde. Und siehe da, ich hatte den langen Ventilschaft im der Hand. Abgerissen!  Zu heftig gepumpt schätze ich. Klasse. Und jetzt?

Nachdem ich das Rad also wieder zusammengebaut hatte so dass ich es an einem Stück transportieren konnte, rief ich meine Frau noch mal an und korrigierte meine Ankunftszeit. Ich war zu dem Zeitpunkt gute 8 km von zu hause entfernt. In Laufschuhen maximal 45 Minuten, eher weniger. In Radschuhen mitsamt Rennrad auf der Schulter deutlich länger. Viel zu lange für diese Uhrzeit.

Zum Glück konnte meine Frau einen Abholdienst organisieren und so stand keine 10 Minuten später mein Nachbar mit dem Auto am vereinbarten Treffpunkt. Der Gute war schon im Bett gewesen weil sein Wecker bereits um 04:00 wieder klingeln sollte.

Gegen 22:30 lud ich dann also mein Rad aus seinem Auto und war zuhause. Ein toller Sporttag ging zu Ende :)

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Sascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.

5 Kommentare

Daniel · 20. April 2016 um 8:57

Glück im Unglück – 8km würde ich auch nicht laufen wollen, ich hatte das dieses Jahr schon mit 4km … boah war ich angepisst.
Und zweimal einen Schlauch ruiniert gehört denke ich auch dazu … alles schon erlebt ;)

Bei langen Touren stecke ich immer einen 20er ein, so kommt man zur Not mit nem Taxi wenigstens zum nächsten Zug wenn schon nicht nach Hause.

    Sascha · 20. April 2016 um 12:18

    Bei langen Touren hab ich auch immer Geld dabei, gestern wollte ich ja nur mal eben noch ein Stündchen radfahren :)

soulrunner74 · 20. April 2016 um 8:58

Ganz wichtig… den Humor nicht verlieren.

Hau rein :-)

Marco

    Sascha · 20. April 2016 um 12:17

    Hi Marco,

    nein ich denke das gehört einfach dazu wenn man sich aufs Material verlässt. Beim Laufen wäre mir das nicht passiert, andererseits wäre der einzige Grund warum ich die Laufeinheit abbrechen würde Unwohlsein oder eine Verletzung, da sind mir ein oder zwei kaputte Schläuche ehrlich gesagt lieber :)

#koelnpfad171 – Woche 16 › Trailrunnersdog - Weil 6 Beine einfach mehr Grip haben · 23. April 2016 um 9:55

[…] Flott losgefahren um nicht gar nix zu machen wenn ich schon nicht laufen konnte. Auf dem Rückweg, gute 8 km vor zuhause ein Knall und Reifenplatzer. Reifenwechsel…. Weiter fahren konnte ich dennoch nicht. […]

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