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Der frühe Vogel kann mich mal!

Heute mal zum Nachlesen, das Transkript zur EP1 des Trailrunnersdogcast.

Ihr kennt solche Sprüche bestimmt.

„Morgens zu joggen ist eine Wohltat für Körper und Geist.“ oder „Nüchtern zum Glück“ oder „Nach dem Morgenlauf fühlt man sich frisch und voller Energie!“

Man liest immer wieder Ratgeber in denen man mit nur 5 Tipps zum besseren Morgenläufer wird, Stories von erfolgreichen Manager die angeblich nur 5 Stunden schlafen und morgens erstmal 20 km laufen. Wer morgens früh aufsteht hat mehr vom Leben etc.

Wer morgens läuft, hat einen Energievorsprung vor seinen Kollegen…

Echt jetzt? Wenn es eines gibt was ich nicht kann (neben schwimmen und wahrscheinlich unzähliger anderer Dinge) dann ist es morgens laufen und dabei auch noch Leistung bringen. Je dunkler die Jahreszeit, desto schwerer fällt mir das irgendwie. Wenn ich im Sommer meine langen Läufe mache und auf Grund der Temperaturen mal auf die frühen Morgenstunden ausweichen muss, ist das der wahre Horror für mich. Einzig der Ausblick darauf nicht bei 35° C im Schatten laufen zu müssen macht es so halbwegs erträglich für mich. Und selbst daran kann ich mich leichter gewöhnen als „mitten in der Nacht“ zu einem Lauf aufzubrechen.

Vor der Arbeit laufen gehen? No way! Mein Wecker klingelt in der Regel um 5:20, wann soll ich denn da noch früher aufstehen um Laufen zu gehen? Wie lange soll ich denn da laufen gehen? 30 Minuten? Was soll der Quatsch? Dann muss ich ja abends noch mal raus um ein halbwegs vernünftiges Training absolviert zu haben. Morgens 30 Minuten müde und schlapp durch die Pampa schlurfen klingt mir nicht sehr vielversprechend. Klingelt mein Wecker dann mal später, dann ist das immer noch gegen 07:00 und ich froh darüber dass ich so „lange“ schlafen kann.

Morgens gelaufen und mein Tag ist im Eimer!

Wisst ihr wie ich mich fühle wenn ich morgens eine Stunde Schlaf gegen 30 Minuten Laufen, duschen und wach werden tausche? Ich bin vielleicht noch bis kurz vor Mittag frisch und fit, vielleicht. Spätestens um 14:00 kann man mich aber so was von vergessen und ich verlege meinen Arbeitsplatz in unmittelbare Nähe der Kaffeemaschine. Ein Meeting mit Kollegen oder Kunden? Wenn es nicht absolut spannend und lustig ist, habe ich echt Mühe wach zu bleiben. Wenn ich dann abends endlich daheim bin führt mich der direkte Weg entweder auf die Couch wo ich binnen Minuten einschlafe oder ich muss mich zwingen sofort wieder laufen zu gehen. Ihr erinnert euch, 30 Minuten komatös durch die Gegend zu schlurfen ist kein Training!

Spätestens wenn ich dann von meinen 10 km (wieder hundemüde und eigentlich kein sinnvolles Training) heim komme, schaffe ich es grade noch unter die Dusche um nicht verschwitzt im Bett zu landen. Das Ganze potenziert sich natürlich je öfter ich das so unter der Woche mache.

Warum läufst du Trottel dann Ultras? Starten die nicht auch immer so früh?

Berechtigte Frage, denn ja das tun sie in der Regel. Ganz zu meinem Missfallen, versteht sich. Allerdings ist der Tag eh gelaufen wenn ich nach 8 oder mehr Stunden km ins Ziel komme, dann kann ich auch ruhig müde und kaputt sein. An solchen Tagen habe ich nichts anderes mehr vor als mich in meinem Erfolg zu suhlen, zu essen und zu schlafen. Unterwegs habe ich den Vorteil dass ich laufen muss und somit nicht so einfach einschlafen kann, wobei ich mittlerweile weiß dass es so etwas wie Sekundenschlaf auch beim Laufen gibt. Selbst erlebt und das ist nicht lustig wenn man quasi neben sich steht oder nicht weiß wie man die letzten 10 Meter hinter sich gebracht hat.

Ich bin so wie es aussieht wohl kein Morgenmensch, werde also nie ein erfolgreicher Manager werden. Ich liebe meinen Schlaf einfach und bekomme davon eh schon zu wenig (finde ich).

Wie ist das bei euch? Lauft ihr gerne früh und schafft es dann auch noch den Tag über eurer Arbeit nachzugehen oder ist der Tag dann für euch gelaufen wie er es bei mir ist?

Eure Meinung würde mich brennend interessieren. Kann man das letztendlich nicht auch irgendwie trainieren?

EP001 – Der frühe Vogel kann mich mal!

Geschätzte Lesezeit: 0 Minuten, 6 Sekunden Dies ist quasi die erste Episode, sie fiel der Zensur zum Opfer. Ich bitte um Nachsicht ob des schlecht vertonten Blogposts. Kommt nicht wieder vor, glaube ich. Gefällt dir was du gelesen hast? Dann... Weiterlesen →

Quelle Beitragsbild: flickr.com
Fotograf: Rick McCharles
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