Verkauft euch doch nicht unter Wert liebe Bloggerkollegen!



Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten, 20 Sekunden



Ja ja, kaum testet der Kerl jetzt seit knapp einem viertel Jahr keine Produkte mehr im Auftrag irgendeiner Agentur, schon fängt er an große Reden zu schwingen.

Ich weiß, wer im Glashaus sitzt und so weiter und sofort. Im Jahr 2016 habe ich quasi alles an Laufmaterial getestet dass ich in die Hände bekommen habe, zugegeben. Mein geheimer Plan war, ein Jahr lang keine Schuhe kaufen zu müssen und was soll ich sagen? Es hat funktioniert. Ok Anfang Dezember hatte ich mir ein Paar Schuhe selbst gekauft, Bedrock Sandals um genau zu sein. Da stand für mich aber schon fest die gesponsorte Testerei aufzugeben. Die Agenturen und Hersteller waren extrem kooperativ und es gab echt nur sehr wenige die nicht bereit waren, mir Testmaterial zur Verfügung zu stellen. Kein Wunder, denn für wenige Euro (ja auch teure Schuhe haben einen geringen EK in Asien) bekommt man im Idealfall gute Werbung und Streuung bei einer kleinen aber eben fein abgestimmten Zielgruppe.

Ich beobachte schon seit langem einige Blogs und Portale (auch themenfremde) und achte darauf wie die Gewichtung dort zwischen Werbung, sprich Produkttests und eigentlichem Inhalt ist. Bei einigen Kollegen ist das mittlerweile echt erschreckend. Ich werde keine Namen nennen, zumindest nicht wenn es ins Negative geht.

[bctt tweet=“Testet Produkte, aber verkauft euch nicht an Agenturen!“ username=“trailrunnersdog“]

Ich unterscheide hierbei aber gerne in drei Kategorien, der Privatkäufer, die reinen Produkttestportale und die Blogger die sich regelmäßig kaufen lassen. So wie ich es 2016 auch getan habe. Naja zumindest ein wenig, wenn ein Schuh nicht so berauschend war, dann steht das auch in meinem Testbericht. Ganz frei in der Leber weg, kann man aber halt doch nur sehr schlecht schreiben, wenn man das Testmaterial „geschenkt“ bekommt.

Über die Privatkäufer will ich keine großen Worte verlieren, denn hier gehe ich davon aus dass die Meinungen und Tests authentisch sind. Dort liest man dann auch regelmäßig negative Ergebnisse und die Flut an Testmaterial hält sich in Grenzen, aus verständlichen Gründen.

Die großen Produkttestportale sind auch eine andere Baustelle, dort ist recht schnell klar dass sie eben genau darauf ihr Hauptaugenmerk legen. Das sieht man an der Professionalität, dem Umfang der Tests und der Tatsache dass man dort immer den neuesten Stoff findet. Brauchen wir so etwas? Ich denke ja, denn grade bei neuem Material kommt man ja recht schwer an Info aus erster Hand. Herstellerpromo zählt hier ja nicht.

Was mich immer mehr stört und was auch mit ein Grund war, warum es keine großen Produkttests bei mir mehr geben wird, sind die Bloggerhuren. Oh…böses Wort. Ob das so gut ist wenn man gegen Kollegen schießt? Keine Ahnung, echt. Wer den Blog schon etwas länger liest, wird auch erahnen wie egal mir das ist.

Wir Lauf(oder Hobbysport)Blogger machen das was wir so tun, meist oder zumindest anfänglich aus purem Spaß an der Freude, berichten von unseren Trainings, unseren Wettkämpfen und oft besonderen Touren. Das ist das was „uns“ ausmacht, das ist das was ich an „euch“ mag. Wenn wir dann etwas Reichweite aufgebaut haben und beginnen potentiell interessant für Firmen und Agenturen zu werden, werden wir oft das erste Mal auf die Probe gestellt. Wollen wir „Geld“ mit dem Blog verdienen oder bleibt es weiterhin ein Hobby? Wollen wir uns an Hersteller und Produkte binden oder weiter frei Schnauze schreiben?  Finden wir einen Mittelweg oder verkaufen wir uns?

Ich für mich, denke (und hoffe ihr seht das ähnlich, falls nein dann raus mit der Sprache) dass ich den Mittelweg in 2016 so halbwegs gefunden habe. Mir war es wichtig nicht nur Produkttests raus zuhauen, sondern auch die „üblichen“ Geschichten und Themen zu behandeln. Es gab aber auch Phasen da war mir die ganze Testerei zu viel, da artete das in Streß aus und ich geriet in Verzug. Mein Anspruch war es immer die Schuhe nicht schon nach einer Woche als bewertet online zu stellen, sondern mal mindestens 50, besser 100 km damit gelaufen zu sein. Ich behaupte mal, dass das nicht klappen kann wenn man 2-3 Paar Schuhe in kurzer Zeit abfrühstückt denn die wenigsten laufen tatsächlich so viel in der Woche. Da passt schon rein rechnerisch etwas nicht, ich zumindest habe das alleine nie hinbekommen. Qualitätseinheiten bzw. Einheiten die während meiner Kölnpfadvorbereitung sitzen mussten, bin ich nicht mit Testmaterial gelaufen. Da war mich das Risiko zu hoch abbrechen zu müssen, weil der Schuh dann doch nicht so gut gepasst hat wie erwartet.

Jetzt sehe ich aber immer wieder Laufblogs, deren einziger Zweck es zu sein scheint jedes Modell der verschiedenen Hersteller zu testen. Wirkliche Laufgeschichten findet man dort dann entweder überhaupt nicht mehr, oder nur noch ganz selten. Mir stößt das auf und zwar ganz deutlich und genau aus diesem Grund, bin ich davon weg. Es geht mir hier nicht darum dass „wir“ Blogger überhaupt keine Produkte testen sollen / dürfen, aber das Verhältnis sollte dann doch bitte stimmen. Wir sind kein billiges Werbevieh, zumindest ich will das nicht sein. Wenn ich dann lese wie Blogger in anderen Sparten ihren Blog als Gewerbe anmelden und als Tätigkeit dann „Bereitstellung von Werbeflächen“ angeben, dann wird mir schlecht. Wofür? Für einen Lippenstift oder ein Schminkset? Dann lese ich Blogbeiträge ala „wie wird man ein guter Blogger?“ und was steht da als Kriterium? Hochwertige Kooperationsanfragen von Agenturen und Firmen. WTF? Nein, das war kein Sportblog, es war wohl einer aus meiner Lieblingskategorie „Lifestyle und Mode“. Aber was soll das bitte? Sind wir Blogger nur noch Werbevieh? Bei aller Aufregung und allem Ärger, bin ich dann doch froh dass ich „nur“ Sportblogger bin, in anderen Sparten scheint es deutlich schlimmer zu sein.

Ich kann und will nicht ausschließen, dass es auch im Jahr 2017 wieder den einen oder anderen Produkttest (OrangeMud kommt im Mai mit einem neuen 20 Liter Rucksacksystem, dem Adventure Pack 20 auf den Markt) geben wird, aber mein Hauptanliegen wird es bleiben euch zu unterhalten und Eindrücke in von mir gelaufene „Wettkämpfe“ zu geben. Ich werde euch mit Sicherheit auch wieder das eine oder andere Mal mit der Nase auf Themen stoßen die mir wichtig sind, wie beispielsweise #cleanyourtrails. Eine Produkttestflut wie im vergangenen Jahr wird es allerdings nicht mehr geben, dazu bin ich mir mittlerweile dann doch zu schade.

Wie stehst du zu dem Thema? Egal ob selber Blogger oder „nur“ Leser, verrate mir doch deine Meinung!





Gefällt dir was du gelesen hast? Dann würde ich mich freuen wenn du den Beitrag fleißig in den sozialen Medien teilst und so auch anderen die Chance gibst meine Beiträge zu lesen. Ich freue mich ebenfalls über einen Kommentar von dir zum Thema. Wenn du möchtest kannst du diesen Blog auch auf Steady unterstützen, ich würde mich sehr darüber freuen.
Sascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.

Hinterlasse einen Kommentar

76 Kommentare auf "Verkauft euch doch nicht unter Wert liebe Bloggerkollegen!"

avatar
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:
EisernerHans
Gast
Werbung ist leider überall zu sehen 😉 … und wenn es nur auf Bildern ist. Wer kennt ihn nicht, den Salomon-Läufer, der durch und durch die kostenlose Werbung in die Welt trägt. Ich persönlich habs zur Zeit mit Inov8 Schuhen … und nur 2 davon, nämlich der Roclite 290 und 305 wurden mir von Inov8 selbst, auf eine Anfrage hin, zur Verfügung gestellt – ohne Auflagen, Bilder poste ich so oder so aus Spaß an der Freude, und meine Erfahrungen, grade auch Langzeiterfahrungen gebe ich auch gerne ans Volk. Aber du hast recht, jeder muss da seinen Mittelweg finden. Man… Read more »
dermitdemhut
Gast
Danke für den Einblick. Ich bin bisher mit allen Kooperationen kläglich gescheitert. Weder wollten mich Matratzen sponsern noch hat mir jemand kostenlos Gear zur Verfügung gestellt. Aber ich hab jetzt auch nicht aggressiv darum geworben dass ich Stuff testen möchte. Das überlass ich lieber den Profis, die du Produkttestportale nennst. Ich rede schon auch mal über einen neuen Schuh den ich mir gekauft habe aber immer nach der Prämise „Works for me“. Viel mehr interessiere ich mich dafür warum was wieviel kostet und wievielen Menschen der Zugang zu einer großartigen Sache verwehrt wird, weil das Equipment einfach sau teuer ist.… Read more »
Maren
Gast

Über das Thema habe ich kürzlich auch nachgedacht, ich stehe aber gerade am anderen Ende – es geht hier erst los mit der Kommunikation für Marken. Aber genau das habe ich mir zum Anlass genommen, mal zu reflektieren, für wen ich eigentlich schreibe. Herausgekommen ist dabei das: http://www.ichhasselaufen.de/2017/03/kooperationen-mehr-transparenz-bitte.html

Die Konsequenzen muss jeder für sich selber ziehen, wichtig finde ich, egal wie man sich entscheidet, dass man hinter dem stehen kann, was man da macht.

Tom
Gast
Es kommt drauf an. Gerade bei Laufschuhen ist der Testaufwand doch recht niedrig. Ich zieh den Schuh an und laufe mehrmals damit. Foto und Text sind in 1-2h erledigt. Bei Gear schauts schon wieder anders aus. Wichtig ist halt, auch zu schreiben, was man von dem Teil hält und nicht nur einen Werbetext zu verfassen. Bei mir gibts immer wieder „Specials“, wo mich gerade ien Thema bewegt und ich dann Firmen gezielt anschreibe. Ich glaub schon, dass diese Testberichte/ -vergleiche dann für den Leser einen Mehrwert bieten. Leider gibt es auch genug Blogger, die über alles schreiben, nur weil sie… Read more »
runomatic
Gast
Schöner Beitrag. Spricht mir fast 1:1 aus der Seele. Ich bin ja auch so einer, der in den letzten beiden Jahren ein wenig viel Schuhe getestet hat. Konnte auch den Hals nicht voll kriegen. Ich habe jetzt noch 1-2 Artikel, die auf ein Review warten, aber dann ist erst mal Schluss. Die Luft ist raus. Außerdem macht Shoppen viel mehr Spaß. Nur der Kontoauszug ist dann halt doof. Soviel Schuhe, wie ich 2017 gekauft habe, habe ich in den letzten zwie Jahren nicht geordert. 😀 Noch mal zum Thema: ich sehe das nicht ganz so eng. Wenn die Testberichte gut… Read more »
Sebastian (@buzze)
Gast

In meiner kleinen Welt glaube ich ja immer noch, dass die von Dir angesprochenen Blogs mit Produktreviews ohne Mehrwert für den Leser irgendwann nicht mehr gelesen werden, während sich gute Blogs am Ende durchsetzen. Andererseits entstehen wahrscheinlich jeden Tag x neue Blogs mit dem einzigen Ziel, Laufschuhe für lau abzugreifen.

Ich habe noch nie etwas getestet, aber was ich mag, sind die klar gekennzeichneten Kooperation mit Blogfoster. Da entstehen zum einen meist Texte mit Mehrwert (die aber klar als Werbung gekennzeichnet sind) und zum anderen lohnt es sich als Blogger.

Carsten
Gast
Hi, wir haben uns bei null8null8 bisher bewusst gegen jegliche Art von Kooperationen und Werbung entschieden. Wir wollen eben nicht der 30ste Blog sein, der über die neue Hose aus dem Hause A oder die neue Uhr von Hersteller B berichtet. Außerdem haben wir bisher für uns keinen Weg gefunden, wie wir einen Test so gestalten können, dass er spannend, transparent (objektiv) und nicht zu sehr nach Prospekt aussieht. Wenn ich einen Produkttest, zum Beispiel von Laufschuhen, lese und die Leute sind damit keine 50km gelaufen, bilden sich aber bereits eine fundierte Meinung, dann macht mich das skeptisch. Da aber… Read more »
Bodhi
Gast
Hallo Sascha, ja du sprichst mir aus der Seele. Es gibt einige Bloggs die ich wegen der ganzen Testberichte nicht mehr oft lese. Es wurde mir einfach zu viel. Ich persönlich habe in den letzten drei Jahren wirklich viele Anfragen bekommen. Selber aktive bin ich aber nie geworden. Ich habe mir die Firmen / Produkte aber immer ausgesucht und mir nicht alles andrehen lassen. Laufschuhe habe ich z.B. überhaupt nicht angenommen. Nicht von Asics, Adidas oder New Balance, da habe ich lieber selber meine Entscheidungsfreiheit gehabt, auch weil ich nicht mit jeden Schh zurechtkomme. Bei edr Kleidung habe ich persönlich… Read more »
carnam ilinga
Gast

Hachja, die Verlockung etwas tolles zu bekommen, ist doch immer recht groß. Aber damit lässt sich auf Dauer kein interessanter Blog füllen. Über viele Werbepostings scrollen die Leser drüber oder hoffen bei einem Gewinnspiel etwas abgreifen zu können.
Macht einen das wirklich glücklich, als lebende Werbetafel herzuhalten und sich dafür unter Druck setzen zu müssen? Ich weiß nicht. Mich nicht. 😉
Hin und wieder habe ich Kooperationen z.B. mit Verlagen zu einem interessanten Buch, aber da wähle ich das Produkt aus, weil es mich wirklich interessiert, nicht weil es gratis ist.

Liebe Grüße

Patrick Salm
Gast
Hallo Sascha, ich sehe das ähnlich wie Martin. Ich war schon immer ein Produkttestleser und mache dies auch in Zukunft. Der Grund warum ich mit dem Schreiben von Produkttests begann war, wie bei mir und bei vielen anderen aber ganz ehrlich gesagt auch der Grund das ich dann keine Schuhe mehr kaufen muss. Nichts desto trotzt empfinde ich es nicht so als ob ich mich kaufen lasse, denn was ich schreibe ist mir überlassen. Außerdem versuche ich wirklich meine Berichte immer weiter zu entwickeln und mache mir viele Gedanken darüber welche Infos ich in anderen Berichten vermisse und wie ich… Read more »
Sabrina
Gast
Guter und wichtiger Beitrag. Generell denke ich mir, dass das wohl jeder für sich selber entscheiden muss. Wir haben uns auch bewusst gegen eine Testplattform entschieden und die Tests deutlich reduziert wieder. Wir finden einfach nicht alles klasse und stehen auch dazu nur mit ein paar wenigen Partnern zu arbeiten. Dafür aber mit Hand und Fuß und aus Überzeugung. Und wirklich „brauchen“ braucht man davon das wenigste wirklich. Aber auch die Blogger die vermehrt auf Tests gehen haben Ihre Berechtigung. ich finde es halt wichtig, dass sie auch ehrlich schreiben, wie es eben ist…. Wir haben es reduziert und den… Read more »
Tina Gallinaro
Gast

Hallo Sascha, ich bin gerade per Zufall über deinen Beitrag gestolpert.
Du triffst den Nagel auf dem Kopf, ich denke auch immer öfter, dass viele Blogger aus ihren teils sündhaft teuren Blogs einen Tante Emma Laden machen. Oftmals sind die Beitrag so irre langweilig und dann fehlt die Leidenschaft, mit Herzblut darüber zu schreiben.
es fehlt der Kick.

Deswegen lehne ich auf meinem Blog auch Kooperationen ab. Mein Blog , meine Regeln , NO Werbung..

P.S. Der Begriff #Bloggerhuren ist so fies und gemein, dass er schon wieder gut ist.
LG Tina

Reluca
Gast
Hallo Sascha, Du sprichst mir hier voll und ganz aus der Seele. Mein Blog ist ja nur ein ganz kleines Licht und ich bin auch noch nicht lange beim Bloggen dabei, aber für mich stand immer das LAUFEN im Vordergrund, bzw. meine Leidenschaft für das Laufen zu teilen. Klar hatte ich mir am Anfang auch mal gedacht, dass es ganz cool wäre von Firmen mal Produkte zu bekommen, um dann darüber zu berichten. Mir war aber auch schnell klar, dass ich mich dann zum Sklaven machen würde, was ich einfach nicht wollte. Wenn ich mal über ein Produkt berichte, dann… Read more »
Eddy
Gast
Hallo Sascha, auch ich finde Deinen Beitrag klasse – aber die Überschrift irgendwie nicht dazu passend. Es geht doch eigentlich nicht darum, sich „unter Wert“ zu verkaufen, sondern generell ums Verkaufen, oder eben nicht. Schwierig zu formulieren, was ich meine, merke ich gerade… Ich nehme hin und wieder Kampagnen an. Dabei schau ich nicht auf den Wert (des Schuhs, der Laufuhr oder dem was-weis-ich-was), sondern darauf, dass die Kampagne / das Produkt zu mir und meinem Blog passt. Ob es dann einen Wert von 30,- Euro oder 300,- Euro hat, ist mir komplett egal. Wenn ich Lust auf die Kampagne… Read more »
schneeschuher
Gast

Schwieriges Thema… Erstmal find ich, das soll jeder so machen wie er möchte. Ich glaub mir steht da nicht unbedingt ein Urteil zu.
Ich finde beides interessant. Ich lese gerne Tests von Dingen die mir gefallen, genauso wie Artikel wie diesen.
Klar ist für mich nur, dass ein Test ehrlich sein sollte und nicht so billig gekauft wie ein Druckertest in der Chip…

Steve
Gast
Cooler Beitrag…danke Sascha In der Tat ist mir das auch schon aufgefallen. Der ein oder andere Blog scheint sich etwas untreu zu werden bzw. anderweitig zu orientieren. Bei mir liegt der Fokus auf Schuhen und da versuche ich immer eine relativ breite Palette abzudecken. Generell laufe ich die Schuhe mindestens 100k und über einen Zeitraum von gut 3 Monaten (immer im Wechsel) und erst dann gibt es einen Bericht. Das kriegen die Hersteller/Agenturen im Vorfeld gesagt und entweder es passt ihnen oder sie lassen es bleiben. Genaus klar wird auch kommuniziert, dass sie keinen geschönten Artikel erhalten und ich im… Read more »
riniswollkiste
Gast
Hallo Sascha, Ich gehöre zu einem anderen Genre als du. Wie mein Name erkennen mag, bin ich in der Wollszene drin.^^ Zu deinem Beitrag kann ich dir nur gratulieren. Es geht mir extrem auf die Nerven, wie sehr manche Blogs dahin geklatscht werden, um irgendetwas gratis zu erhalten. Ja, ich habe auch 2 Kooperationen gehabt, aber beide habe ich mir ausgesucht und überall gekennzeichnet. Demnächst plane ich ein Gewinnspiel zu machen, aber auch nur mit einer lieben Partnerin, von deren Produkten ich persönlich begeistert bin. Jetzt kommt das völlig Verrückte: Anfangs wollte ich den Blog eröffnen, um dauerhaft für eine… Read more »
Frank
Gast
Was mich fürchterlich stört bei diesen Pseudotests, ist dass mit guten Bewertungen Läufer, also Menschen die Teil einer Gemeinschaft sind, die eben als Teil einer Geneinschaft von Gleichgesinnten anderen Mitgliedern dieser Gemeinschaft vertrauen, aus niederen Beweggründen hintergangen man könnte auch sagen verarscht werden. Sie kaufen dann völlig überteuerten Mist im Vertrauen auf die Bewertung eines vermeintlichen Laufkumpels. So prostituieren sich Blogger für was? Für ein paar Laufschuhe Hemd Hose Jacke Socken Stöcke… Ist es das wert? Was ist euch eure Glaubwürdigkeit wert. Was ist es euch wert moralisch integer zu sein? Für welchen Gehenwert veratet ihr andere die euer Hobby… Read more »
HarleRunner
Gast
Hi Sascha, Dein Beitrag löst in mir unterschiedliche Gefühle aus… Auf der einen Seite kann ich Dich sehr gut verstehen. Mich regen diese Affiliate-Seiten auch auf, die ganz tolle Vergleichstest bringen und immer schon den Kauf-Link unter dem Produkt platzieren. Ich bin mir nie ganz sicher, ob auch jeder erkennt, dass der „Blogger“ das vorgestellte Produkte wahrscheinlich noch nie live gesehen hat. Aber ich glaube, solche Seiten hast Du gar nicht unbedingt gemeint, denn um sich in Deinem Sinne „verkaufen“ zu können, müsste man zumindest selbst Läufer sein… Auch unter denen kenne ich genug Beispiele, die scheinbar nur noch laufen… Read more »
jamieobier
Gast
Ich verstehe in jedem Fall was du meinst. Blogs die fast nur noch von Produkttests leben, sind in der Regel erst gar nicht von mir abonniert. Ich lese zwar manchmal auch Tests, aber dann weiß ich meistens schon was ich suche. Meine Kaufentscheidung hängt dann auch nicht von der Blumigkeit des Testberichts ab, sondern von der Ehrlichkeit und den Eigenschaften des Produkts – die finde ich aber in der Regel auch grob auf der Herstellerseite. Ich selbst teste nur sehr selten etwas und wenn dann in erster Linie privat, weil ich darüber schreiben möchte und nicht, weil ich Geld dafür… Read more »
Mario
Gast
Hallo Sascha, na Mensch, ganz schön was los hier unter deinem Artikel. Wir testen auch immer weniger. Früher haben wir viel und detailliert getestet, aber es steckt soviel Aufwand und Arbeit bei einem guten Testbericht dahinter, welcher nicht von den meisten Firmen und Agenturen anerkannt wird. http://www.schoenebergtouren.de/category/ausrustung/testberichte/ Dort ist immer noch die Devise kostenlos, und irgendein Blogger findet sich immer, der sich über ein Produkt freut und sich die Teststunden ans Knie nagelt. Heute sind wir mehr in der Welt unterwegs und könnten die Produkte eigentlich vielfältiger testen, da wir viel Unterstützung von den Destinationen und Reiseveranstaltern bekommen und da… Read more »
schnellebeine
Gast
Hey Sascha, in meinem kleinen Bloguniversum halten sich die Anfragen für Produkttests sehr in Grenzen. Was ich überhaupt nicht schade finde, die Zeit ist hier der entscheidende Faktor. Ich freue mich aber, wenn es tatsächlich zu solch einem Angebot kommt. Es respektiert auf eine Art die Arbeit für das Blog und zeigt, dass es wohl nicht ganz die vergebene Liebesmüh ist zu schreiben, auch wenn mir die Reaktionen von „echten“ Leser weitaus mehr bedeuten. Ich sehe solche Anfragen als „Belohnung“ und denke, dass wenn das Blog unter alle Kanone wäre, solche Anfragen nicht kommen würde. Gleichzeitig ist mir durchaus bewusst,… Read more »
Pooly
Gast
Offensichtlich hast du mit dem Artikel einen Nerv getroffen und ich habe auch einmal kurz darüber nachgedacht. Ich glaube bisher habe ich 5 Tests gemacht, die ersten Male wollte ich es einfach mal ausprobieren weil mir so etwas noch nie angeboten wurde und muss sagen das es Zeitverschwendung ist Dinge zu testen die man sich vielleicht selber gar nicht kaufen würde. Mir ist auch aufgefallen das es mir schwer fällt wirklich ein objektives Urteil zu bilden. Nicht weil mir das Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, sondern weil (wie du hier schon geschrieben hast) kein Produkt so wirklich schlecht ist.… Read more »
Jan Pötzscher
Gast

Witzig, über das Thema habe ich unlängst selbst gebloggt 🙂
Ich mache keine Produkttests wie Du, würde jedoch die Reichweite meines Blogs für spannende Themen zur Verfügung stellen. Allerdings habe ich da gewissen Prinzipien, die bislang immer dazu geführt haben, dass sich die Agentur nicht mehr gemeldet hat. Dabei ist es weniger der Preis, sondern vielmehr meine strikte Klarstellung, dass ich nur „noFollow“ verlinke, was diejenigen, mit denen ich bislang zu tun hatte, aber nicht einsehen wollen. https://newmediapassion.com/blogger-relations-beitraege-gegen-bezahlung-moralisch-rechtlich-finanziell/

Ist leider doch ein schmutziges Geschäft, die Blogger Relations!

S B S T N R N N T
Gast

Ich danke an der Stelle einfach nur mal für den Beitrag und verzichte auf meinen Kommentar, der vermutlich lediglich 68 Kommentare zusammenfassen würde ;).

Cheers & Beers
SBSTN.

trackback

[…] weil sie von Unternehmen dafür bezahlt werden. Die Anzahl der Blogger-Huren nimmt rasant zu und viele Bloggerkollegen verkaufen sich unter Wert. Die Gier, um für redaktionelle Beiträgen gut bezahlt zu werden, ist allgegenwärtig geworden! […]

trackback

[…] für diesen Beitrag waren verschiedene Dinge. Als aller erstes Mal der Beitrag vom Trailrunnersdog Sascha, den ich zu großen Teilen so übernehmen würde. Desweiteren verschiedene Dinge, die sich in den […]

Lars
Gast
Bloggen kostet Geld. Sei es, das wir Produkte selber einkaufen, viel mehr aber durch notwendiges Equipment. Fängt bei guter Kameraausrüstung an, geht über Serverkosten über Plugin, Theme und SEO Kosten (Yoast & Co), bis hin zu Reisekosten. Es ändert nichts daran, das es ein Hobby ist, aber eines das mit Professionalisierung einhergeht, da man es sich ansonsten so langsam einfach sparen kann. Was bringen mir gute Artikel, die niemand liest? Das drum herum muss eben auch passen, zumindest erwartet das der Leser zwischenzeitlich. Von daher, er ist nichts gegen die Monetisierung einzuwenden. Ist doch toll, das andere gerne mit einem… Read more »
trackback

[…] Andere den Browser schließen wird weil er keinen Bock auf Werbung hat oder sich denkt „verkauf dich doch nicht so Sascha!“ Allerdings ist dieser Blog ja auch dazu gedacht euch an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen […]