angetestet – Altra King MT

Veröffentlicht von Sascha am



Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten, 13 Sekunden



Altra King MT

Der King MT ist Altras erster echter Offroad-Schuh. Er ist perfekt für OCR-Rennen, FKTs, VKs und immer dann, wenn du auf losem und schlammigen Untergrund unterwegs bist.


Anzeige: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit renntier.de und Trailrunnersdog.de entstanden um euch mit den aktuellen Infos zu versorgen und interessante Produkte vorzustellen. Alle Eindrücke und Meinungen zu diesem Produkt sind auf meinem Mist gewachsen.


Hardfacts

NameAltra King MT
Sprengung0 mm
Gewicht298 g
Fußbett6 mm
ZwischensohleAltra EGO Compound
Stoneguard
AußensohleVibram Mega Grip mit 6 mm Stollen
FeaturesFoot lock Klettstreifen für mehr Halt im Schuh
ObermaterialRipstop
Quick-Dry

Erster Eindruck

Ich hatte bisher schon einiges von Altra Running gehört, man sieht deren Schuhe immer häufiger auch bei uns auf den Trails. Clownschuhe, sagen Spötter. Zehenfreundlich und komfortabel sagen die Fans der Marke. Ich gehörte bis zur ISPO 2018 zu der Clownschuh-Fraktion. So ehrlich will ich sein.

Ich hatte bis dato allerdings auch nie die Gelegenheit die Schuhe mal live in der Hand zu halten bzw. sie zu tragen. Durch den Kontakt zu Thomas von renntier.de bekam ich die Altra King MT 1.0 in die Hände. Ein kurzer Blick in die Specs auf der Herstellerseite ergaben, dass der Schuhe in der aktuellen Version (aktuell ist der King MT 1.5) wohl etwas leichter ist und auch die Schnürung verändert wurde. Knappe 50 Gramm haben die Amis aus Logan, Utah pro Schuh gespart, aber ganz ehrlich? Da habe ich an mir selbst weitaus mehr Optimierungspotential, so dass mich die 50 Gramm wohl eher nicht stören.

Die Altra King MT sind dennoch angenehm leicht und fühlen sich wertig an. Der oftmals austretende Geruch von Lösungsmitteln bleibt aus.  Die King MT riechen nicht übermäßig nach „Schuh“ wenn sie aus der Packung kommen.

Die groben Vibram Stollen erzeugen schon ungetestet ein breites Grinsen im Gesicht. Der Schuh verspricht viel Spaß auf nassen Herbsttrails.

Passform und Schnürung

Ich trage den Altra King MT in Größe 45, wie auch die meisten meiner anderen Schuhe. Der Schuh sitzt gut am Fuß und gibt guten Halt. Logischerweise hat man dank der breiten Zehenbox deutlich mehr Platz am Vorfuß als in „gewöhnlichen“ Schuhen. Um ein Rutschen zu verhindern, hat der King MT einen Klettriemen auf / über dem Mittelfuß bzw. Spann. Diesen „Foot Lock Strap“ findet man bei Altra auch nur an den King MT Modellen.

Die Schnürung ist etwas unpräzise, was aber durch den erwähnten Riemen in meinen Augen sehr gut ausgeglichen wird. Einen wirklichen Nachteil in Sachen Stabilität konnte ich bisher nicht feststellen. Eine zusätzliche Öse unterhalb des Klettriemens, hätten den King MT gut getan.

Die Zunge des King MT ist relativ weich und polstern die Fußoberseite recht angenehm, ohne dabei zu Druckstellen zu führen. Sie ist außerdem mit dem Schuh vernäht, so dass sie nicht verrutscht. Das ist bei weitem noch nicht bei jedem Hersteller Standard.

Obermaterial

Das Obermaterial des Altra King MT besteht aus einem schnell trocknenden Ripstop Material, welches sich auch bei hohen Temperaturen nicht allzu warm anfühlt. Bei meinen Testläufen bei knapp über 30 Grad wurden die Schuhe beim Abkühlen in Bachläufen oder Wassertrögen des Öfteren nass, nach wenigen Kilometern waren meine Füße aber wieder trocken. So trocken Füße die im Hochsommer in Socken und Schuhen stecken und mich über die Trails tragen müssen, eben sein können. Wasserdicht ist der King MT nicht.

Man findet beim Altra King MT auch eine Stoßkappe an den Zehen, welche davor schützen soll sich bei Stößen gegen Äste und Steine zu verletzten. Im Test hat das zum Glück ganz gut funktioniert.

Sohlenkonstruktion und Grip

Wo Vibram draufsteht, da ist Mega Grip drin! Die Sohlen der italienischen Marke gehören aktuell zu den griffigsten und haltbarsten die man so auf dem Markt finden kann. Ich denke das kann man so stehen lassen. Die 6 mm Stollen fräßen sich zuverlässig in weichen und rutschigen Untergrund und geben Halt und Sicherheit. Hier den Grenzbereich zu finden, dürfte den allermeisten Trailrunnern schwer fallen.

Dem aufmerksamen Beobachter fällt eine Lasche an der Ferse des King MT auf. Dort befindet sich die „Gaitertrap“ in der man entweder die Gamasche von Altra mittels beidseitigem Klett befestigen kann, oder aber man bestellt sich seine schon vorhandene Gamasche entsprechend passed. Mit ein paar Stichen auf der Nähmaschine dürfte das erledigt sein, dann jedenfalls kann man schnell und einfach seine „Gaiters“ am King MT befestigen und hält sich sich Dreck aus dem Schuh. Im verlinkten Video seht ihr, wie das ganze funktioniert. Diese Funktion habe ich allerdings nicht selbst getestet, die Gamasche scheint allerdings recht gut am King MT abzuschließen.

Fazit

Nach den zahlreichen Testkilometern im King MT, gehöre ich jetzt eindeutig zu den Fans des „foot shape“ Konzepts der Marke Altra. Es ist einfach angenehm, einen Schuh zu laufen der mehr Platz im Vorfußbereich bietet als die meisten anderen.

Für mich ist der Altra King MT ein Schuh für kurze bis mittlere Strecken, in meinen Fall so um die 1-3 Stunden. Ich laufe recht oft und gerne Schuhe mit etwas weniger Sprengung und auch etwas minimalistischer in Sachen Dämpfung, wenn auch eher im Bereich 3-6 mm. Der King MT hat wie alle Altra Modelle allerdings 0 mm Sprengung, was ja erklärtermaßen zum Konzept der Marke gehört. Der King MT macht viel Spaß auf den Trails, auch wenn diese im Testzeitraum wohl deutlich zu trocken für die griffige Vibram Sohle waren. Glücklicherweise kam ich sogar auf zwei Läufen in den Regen, nicht ganz selbstverständlich im Dürresommer 2018. Sein ganzes Potential wird er also erst im Herbst / Winter ausspielen können, wenn es matschig und rutschig wird. Die Vibram Sohle ist wie vermutet auch auf rutschigem Untergrund sehr griffig und bietet viel Sicherheit.

Positiv ist mir die breite Zehenbox aufgefallen, das kommt meinen breiten Füßen auch auf etwas längeren Strecken zu Gute. Der Mittelfußbereich könnte für meinen Geschmack ein wenig breiter sein. Der foot strap bietet eine gute Unterstützung im Downhill und ist schnell enger gezogen falls nötig. So kann man den Sitz des King MT mit einem Handgriff nachjustieren ohne die Schnürung lösen zu müssen.





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Sascha

Sascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.

5 Kommentare

Martin · 20. August 2018 um 15:38

Den King MT hatte ich im Laden mal „probegetragen“. Der konnte mich irgendwie so gar nicht überzeugen, weil mein großer Zeh nicht anständig abrollen wollte. Richtig Halt hatte ich auch nicht in dem Schuh. Im Laufe der Zeit habe ich allerdings eh gemerkt, dass mir die Altras zu breit sind und ich in den Salomon Dingern sicherer auf den Trails unterwegs bin.

    Sascha

    Sascha · 21. August 2018 um 9:12

    Hi Martin,
    die Altra sind natürlich echt ziemlich breit, das ist schon ein ganz anderes Fußgefühl. Die breite Zehenbox empfinde ich als recht angenehm, auch wenn man immer ein wenig im Schuh rutscht. Jeder Fuß ist halt anders, ich komme mit den schmalen Schnitten von Salomon gar nicht mehr zu Recht, wobei mein letzter Salomon auch zugegebenermaßen ein Speedcross 3 war. Der hat mich aber immer Zehennägel gekostet.

    Gruß
    Sascha

    Bonni

    Bonni · 21. August 2018 um 9:13

    Btw…du bist RSS Feed Leser, wie mir auffällt :)

      Martin · 23. August 2018 um 8:53

      Oldschool, Baby! ^^

      Ich glaub, ich nutze RSS Feeds schon mindestens seit 2004 oder 2005.

      Vor ein paar Jahren hat man die Popularität von Blogs übrigens noch in der Anzahl der Feedleser gemessen.

        Bonni

        Bonni · 23. August 2018 um 12:23

        So soll das sein! Altbewährte Technik eben.

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