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Kalenji Kiprace 3

Anzeige: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Decathlon Deutschland und Trailrunnersdog – Weil 6 Beine einfach mehr Grip haben entstanden um euch mit den aktuellen Infos zu versorgen und interessante Produkte vorzustellen. Alle Eindrücke und Meinungen zu diesem Produkt sind auf meinem Mist gewachsen.

Es gibt Ausrüstungsgegenstände, da greife ich gerne auf die günstigeren Varianten zurück. Laufschuhe gehörten bisher allerdings nicht dazu, meine Erfahrungen mit Discounterschuhen waren durchweg negativ. Zu steif, zu schwer zu irgendwas. Schnell verkamen die bisherigen Treter zu Gartenschuhen in denen ich maximal Rasen gemäht habe.

Jetzt ist Decathlon bzw. Kalenji kein klassischer Discounter wie man ihn an jeder Ecke sieht. Durch den Verzicht auf großartiges Marketing und sonstige Werbung schaffen es die Franzosen dann aber doch in einer ähnlichen Preisregion zu agieren oder zumindest eben deutlich günstiger zu sein als die “großen” Marken. Ich bin immer wieder erstaunt warum “wir” Kunden zum Teil weit über 150€ für ein Paar Schuhe ausgeben dass auch meist nur um die 1000 km hält, wenn man Glück hat. Aus diesem Grund kaufe ich größtenteils Vorjahresmodelle, die dann preislich eher dem entsprechen was ich bereit bin für ein Verschleißteil auszugeben.

Hardfacts

  • Gewicht: 270 g in Größe 43
  • Sprengung: 6 mm
  • Dämpfung: im Fersenbereich
  • Läufertyp: neutral
  • Sohlentyp: Noppen 5 mm
  • Läufergewicht: 65-75 kg
  • Preis: 79,99 €

Testkilometer: ca. 150

Erster Eindruck

Schon alleine wegen der grobprofiligen Sohle erinnert der Kiprace 3 an den Salomon Speedcross und wird sich in Gedanken auch immer mit diesem messen müssen. Der Schuh fühlt sich leicht und stabil an, die Sohle ist nicht mega flexibel sondern vermittelt eine gewisse Steifigkeit. Die Profilnoppen sehen nach Monstergrip aus. Das Gesamtprodukt macht einen guten und wertigen Eindruck der mich mal wieder daran zweifeln lässt warum man zum Teil fast 200€ für ein paar Schuhe ausgeben “muss”.

Passform und Schnürung

Eng anliegend und stabil. Der Kiprace 3 umfasst meinen Fuß sanft aber bestimmt, verursacht aber trotz meinem hohen Spann und dem breiten Vorfuß keine unangenehmen Druckstellen beim Laufen. Erinnert mich auch hier stark an den Speedcross. Die Schnürung ist präzise und die dicke Zunge nimmt den Druck vom Spann.

Obermaterial

Sehr atmungsaktives, luftiges Obermaterial dass Wasser und Feuchtigkeit genauso gut rein wie auch auch wieder raus lässt. Die Füße trocknen also auch relativ schnell wieder ab, so dass auch eine Flußquerung oder Pfützen unterwegs kein Problem darstellen. Trotz der Luftigkeit ist das Material robust und reißt an den üblichen Knickstellen an den Zehengrundgelenken dennoch nicht.

Sohlenkonstruktion

Sehr grobes Noppenprofil das für ordentlich Grip sorgt. Bisher konnten weder Matsch noch trockene Piste den Schuh an seine Grenzen bringen. Eine Art Rockplate konnte ich zwar nicht ausmachen, der Schutz gegen spitze Steine ist allerdings dennoch gegeben. Wie es mit der Haltbarkeit aussieht, wird sich im Langzeittest noch zeigen müssen. Nach bisher um die 100 km auf den rauen Trails an der Mosel ist noch kein Verschleiß zu beobachten.

Dämpfung

Wie es sich für einen Rennschuh gehört, ist die Dämpfung nicht zu ausgeprägt und gerade im Vorfußbereich ist der Schuh sehr direkt. Dass die Ferse etwas mehr gedämpft ist, passt mir ganz gut denn wenn ich im späteren Verlauf des Rennens mehr auf der Ferse aufkomme weil die Ermüdung schon recht hoch ist, brauche ich etwas mehr Komfort. Noch schaffe ich es nicht auf den wirklich langen Läufen (über 40 km) nur Vor- bzw. Mittelfuß zu laufen.

Besonderheiten

Immer wieder schimpfe ich wegen zu langen Schnürsenkeln bei Laufschuhen im Allgemeinen und bei Trailschuhen im Speziellen. Die Unfallgefahr ist einfach enorm hoch wenn man jederzeit mit ewig langen Schlaufen durch den Wald rennt und die wenigsten Hersteller tun etwas dagegen. Für mich unverständlich, ehrlich gesagt.

Der Kalenji Kiprace 3 hat dieses eine, fast unscheinbare Detail zu bieten. Eine Senkelgarage in der die überstehenden Schnürsenkelenden problemlos verstaut werden und sich somit nicht mehr in Ästen oder Wurzeln verfangen können. Toll! Das sind so kleine Features die einen druchdachten

Meine bisher längste gelaufene Distanz in den Kalenji Kiprace 3 waren die 58 km beim 5. RAG Hartfüsslertrail in Saarbrücken. Auch hierfür ist der Schuh wunderbar geeignet und selbst nach einer Flußquerung war der Schuh für die restlichen 8-10 km immer noch bequem. Das Wasser hatte sich schon nach 2 Kilometern wieder rausgedrückt.





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