#CleanYourTrails – Plogging und Umweltschutz auf dem Trail


Plogging on Trail = CleanYourTrails
Plogging ist ein Kofferwort, gebildet aus dem schwedischen Wort plocka („aufheben, pflücken“) und dem bekannten Jogging. Hier findest du weitere Blogposts zu CleanYourTrails und Plogging.

Laufen und dabei Müll aufsammeln – dieser Trend schwappte unter dem Namen „Plogging“ im Jahr 2016 aus Schweden zu uns herüber. Plogging ist ein Kofferwort aus dem schwedischen plocka („aufheben, pflücken“) und Jogging. Hier im Blog ist das Prinzip als CleanYourTrails schon seit 2013 dabei – lange bevor es einen coolen Namen hatte.

Mitmachen kann jeder. Egal ob Läufer, Wanderer oder Spaziergänger. Wie schnell du dich fortbewegst, spielt keine Rolle.

Wie kann ich bei CleanYourTrails mitmachen?

Keiner verlangt von dir, dass du deine komplette Freizeit oder dein Training opferst, nur weil es ein paar Idioten gibt, die ihren Müll in der Natur entsorgen. Da du wahrscheinlich regelmäßig auf deinen Strecken unterwegs bist, ist schon viel geschafft, wenn du in regelmäßigen Abständen zwei oder drei Stücke Müll vom Trail aufsammelst. Kleinvieh macht auch Mist! So wird dein Trail von Mal zu Mal sauberer und du tust etwas Gutes.

Zeige dich und dein Engagement, scheue dich nicht davor, es in die Welt zu tragen. Egal, ob ihr CleanYourTrails in euer regelmäßiges Training einbaut, auf der Hunderunde zur Mülltüte greift oder den Sonntagsspaziergang dazu nutzt – jedes Stück Müll, das ihr aufsammelt, ist wichtig!

Wer mit Hund läuft, findet übrigens in unserem Laufen mit Hund Bereich noch mehr Tipps fürs Training in der Natur.

Selbstverständlich habe auch ich das Prinzip nicht erfunden. Im Trail-, Wander- und Outdoorbereich ist Umweltschutz schon lange ein Teil der Bewegung. Es geht auch nicht darum, wer diese Idee als Erstes hatte – es geht einzig und allein darum, dass Naturliebhaber aus jeder Sportart etwas für die Umwelt tun.

Bisher haben die Cleaner of The Trails auf ihren Läufen schon einiges zusammengetragen – Kilo für Kilo und Pfandflasche für Pfandflasche.

Häufig gestellte Fragen

Wann und wo wurde Plogging erfunden?

Plogging schwappte 2016 aus Schweden zu uns. Unter Outdoorsportlern war das Müllsammeln in der Natur aber schon immer verbreitet. Hier im Blog gehört es als CleanYourTrails von Anfang an dazu.

Warum sollte man Müll sammeln?

Weil es der Trail verdient. Wer regelmäßig auf denselben Strecken unterwegs ist, will sie schön halten. Und weil Müll in der Natur nicht nur unschön ist – er landet in den Mägen von Wildtieren und schadet dem Ökosystem.

Was brauche ich zum Plogging?

Einen Müllsack oder Rucksack und Handschuhe. Mehr nicht. Eigenschutz geht immer vor – lass alles liegen was zu ekelig ist oder gefährlich wirkt.

Was tun bei größerem Müll?

Die App Müllweg! DE hilft. Damit kannst du wilden Müll direkt per Smartphone an die zuständige Stelle melden.

Ist Plogging gesund?

Ja. Ausdauer, Intervalle durch das ständige Bücken und das gute Gefühl etwas Sinnvolles getan zu haben. Für Körper und Kopf eine runde Sache.

Meine Praxistipps – So macht Plogging Spaß

1. Verabschiede dich von Bestzeiten!

Ein typischer CleanYourTrails Lauf wird in der Regel maximal ein GA1, eher jedoch ein Rekomlauf werden. Dafür allerdings mit Intervallen. Ständig anhalten, bücken, Müll aufheben und wieder anlaufen kann dann trotzdem ziemlich anstrengend sein. Kümmert euch nicht darum – ihr habt immerhin etwas Gutes getan. Für euch und für die Umwelt.

Wer grundsätzlich mehr über nachhaltiges Laufen erfahren will, findet im Blog auch nachhaltige Ausrüstungstipps.

2. Vergiss dein Training nicht!

Auch wenn ihr wahrscheinlich auf jedem eurer Läufe ausreichend Müll sammeln könntet, lasst auch etwas liegen. CleanYourTrails ist nur ein Nebenschauplatz in eurem Lauftraining. Gönnt euch eure regulären Trainingseinheiten ohne schlechtes Gewissen.

3. Schütze dich und deine Gesundheit!

Die erste Regel lautet immer „Eigenschutz geht immer vor!“ Nimm nach Möglichkeit Handschuhe mit. Lass zur Not alles liegen, was zu ekelig ist. Vorsicht bei Glas und Blechdosen.

4. Don’t eat that yellow snow – Taschentücher braucht man nicht nur für die Nase!

Seht ihr Taschentücher direkt auf dem Weg, dann werden sie wohl aus der Tasche gefallen sein. Liegen die aber einen oder zwei Meter neben dem Weg – ich würde sie nicht aufheben, wenn ich ehrlich bin.

5. Kleinvieh macht auch Mist!

Gerade die kleinen, glitzernden Plastik- oder Alufolienschnipsel sind gefährlich. Im Wald gibt es jede Menge neugierige Tierchen, die mit Vorliebe kleine Schätze sammeln. Ihr werdet euch wundern, was nach eurer Runde zusammenkommt.

6. Nehmt euch einen Beutel für den Müll mit!

Klar könnt ihr den Kram auch in die Taschen des Rucksacks packen. Aber mal ehrlich – entweder ist das Zeug vollgerotzt oder matschig, das will man nicht den ganzen Lauf über am Körper tragen. Pack lieber ein oder zwei Mülltüten ein.

7. Zeigt euch!

Sammelt ganz offensiv den Müll im Wald. Lasst euch ruhig Zeit, bis Wanderer vorbeikommen. Sie sollen sehen, was ihr macht! Postet eure Ausbeute in den sozialen Netzwerken und nutzt den Hashtag #cleanyourtrails.

8. CleanYourTrails schützt vor Stürzen!

Man glaubt es kaum, aber dadurch, dass ihr permanent den Boden vor euch nach Müll scannt, seht ihr auch definitiv mehr Wurzeln und Steine. #cleanyourtrails eignet sich also perfekt für Tollpatsche und Trailneulinge.

9. Holt euch Hilfe!

Mit der Müllweg! DE App kannst du Müllstandorte an die zuständige Stelle melden. Die App eignet sich wunderbar, um wirklich großen Müll wie Kühlschränke, Autoreifen und andere Schweinereien zu melden.

10. Schließt euch zusammen!

Vielleicht gibt es auch in deiner Gegend Umweltinitiativen wie Dreck weg, Koblenz!, die sich regelmäßig treffen, um gemeinsam die Natur etwas sauberer zu machen. Das gibt es in deiner Gegend nicht? Was hindert dich daran, dich mit ein paar Freunden zusammenzuschließen und regelmäßig Müll zu sammeln?

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