Gastautoren Susanne Trail Running

Susanne und Stella von Partner4Paws stellen sich vor

Susanne und Stella in den Bergen

Susanne und Stella von Partner4Paws stellen sich vor

Vom stark übergewichtigen Spaziergänger zum unperfekten Trailrunner

Hätte mir jemand 2015 gesagt, dass ich bald 30 Kilometer locker in 3 Stunden laufen würde, hätte ich schallend gelacht. Ich bin damals viel mit meinen Hunden unterwegs gewesen, 2-3 Stunden. Aber mit einem Gewicht im dreistelligen Bereich und einer maximalen Körpergröße von 158 cm konnte und wollte ich mir dies beim besten Willen nicht vorstellen.

Ich bin Susanne und Hundetrainerin in meiner Hundeschule Partner for Paws (www.partner4paws.de). Ich lebe mit meinen drei Hunden im schönsten Nest in Baden-Württemberg und betreibe seit gut drei Jahren leidenschaftlich Sport. Hier ist es vor allem das Laufen und Klettern, aber auch Rennradfahren und Mountainbiken möchte ich nicht mehr missen.

Eine Frage der Perspektive

Als Läufer / Rennradfahrer und Hundehalter kenne ich beide Perspektiven. Da wären zum einen die Hunde, die mit meiner frontalen und flotten Annäherung Schwierigkeiten haben und ebenso flotte Sportler, die ohne Rücksicht auf Verluste aus dem Nichts auftauchen und erwarten, dass ich meine drei Hunde mit einem Schnips wegzaubere.

Umso mehr freue ich mich, für Sascha einige Tipps für Hundehalter und Läufer mit und ohne Hund und über meine ganz eigene Laufgeschichte berichten zu dürfen.

Es gibt unzählige Blogger, die über ihre (für mich schon fast wahnsinnigen) Läufe berichten. Alles, was so über 40 Kilometer geht, grenzt für mich schon irgendwie an Wahnsinn. Als ich absoluter Laufanfänger war, haben mich diese Storys immer demotiviert. Ich hatte den Eindruck, dass man nur Läufer ist, wenn man entweder schnell, oder den ganzen Tag trabend haufenweise Kilometer sammelt.
Wiederum die anderen, die eben nicht so flott waren, nannten sich Turtlerunner oder Schneckenläufer – was ich ebenso unpassend fand, ist es doch eine Herabstufung der Leistung, was der eigene Körper bringen mag.

Jeder, der sich Laufschuhe schnürt, ist ein Läufer. Egal ob 5 Kilometer oder 70 Kilometer mit 1000 Höhenmeter. Egal ob 4er Pace oder 10 Minuten für einen Kilometer. Du läufst. Du bist ein Läufer. Punkt.

Manchmal muss man tief fallen, um die Perspektive zu verändern

Diese Einstellung hatte ich auch nicht von Anfang an. Je mehr Gewicht ich verlor, desto schneller konnte ich laufen. Und weiter. So schaffte ich 30 Kilometer in lockeren 3 Stunden.

Wie für viele andere Sportler auch, gab es Höhen und Tiefen. Hüftprobleme, weil ich nur lief und kein Stabi-Training machte. Die Knie schmerzten immer öfter, weil ich nicht die richtigen Laufschuhe hatte.

Doch meinen größten Sturz durfte ich Mitte 2018 erleben, als mein Körper mich in die Knie zwang. So starke Schmerzen, in unterschiedlichen Gelenken, Muskeln, vom Daumen, über Hals, Rücken bis zum kleinen Zeh – es gab keine Körperstelle, die mir nicht mehr wehgetan hat.

Also gab es 4 Monate Sportpause. Sportpause! Kein Laufen, kein Fahrradfahren, kein Schwimmen. Nix klettern. Nur langsames Gassi Gehen mit meinen Hunden. Auch keine längeren Wanderungen.
Das waren die 4 schrecklichsten Monate in meinem bisherigen immer aufregenden Leben.

Hinfallen, Aufstehen, Krone richten

Als trotz Pause es immer noch nicht besser wurde, musste sich mein Leben verändern. Raus aus dem Stress. Nein sagen! Sport machen – aber weg von Wettkampfgelüsten – hinzu Genussläufen. So begann ich wieder, mit meinen 3 Hunden zu joggen. 2 Kilometer in 30 Minuten. Durchgehend, aber danach fix und alle. Und hin- und her gerissen zwischen Glücksgefühl und Frustration.

Es hat eine Weile gedauert, zu lernen, dass auch „langsam“ Spaß macht. Dass es okay ist, bei einem 9er Pace aus der Puste zu sein und sich genauso k.o. aber happy zu fühlen wie damals mit einem 5er.

Vor allem Stella hat mir dabei viel geholfen. Ich habe auf sie geachtet – und wenn ich noch langsamer war, dann war einfach sie schuld. Weil sie ständig anhielt, um zu schnüffeln. Ich fand es beneidenswert, wie sie einfach durch den Wald trabte, aufmerksam Geräusche wahrnahm, Gerüche etwas flotter verfolgte oder einfach neben mir den Berg hoch lief. Es fühlte sich einfach toll an. Die Uhr lief. Aber nur, um ein paar Kilometer zu sammeln. Scheiß auf die Zeit!

Heute geben mir die Läufe mit Stella so viel Qualitätszeit, dass jeder Lauf einzigartig ist. Wir haben schon so viel zusammen erlebt und ich freue mich sehr darüber, euch in nächster Zeit einiges davon berichten zu dürfen.

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