Die Barkley Marathons sind unter Ultraläufern der Inbegriff für einen Lauf den man entweder unbedingt selbst mal laufen möchte oder sich entsetzt davon abwendet. Was aber wohl in den meisten Fällen bleibt, ist eine gewisse Faszination und Erfurcht vor den Frauen und Männern die sich Jahr für Jahr diesen Strapazen stellen. Freiwillig.

Aber was sind die Barkley Marathons überhaupt? Die Barkley Marathons sind ein jährliches Ultramarathon-Rennen im Frozen Head State Park in Wartburg, Tennessee. Es wird wie auch der hier schon öfter erwähnten Big Dogs Backyard Ultramarathon von Gary Cantrell aka Lazarus Lake veranstaltet. Die gesamte Laufstrecke beträgt 100 Meilen, die in 60 Stunden gelaufen werden müssen; die als „fun run“ bezeichnete kurze Strecke ist 60 Meilen lang und muss in 40 Stunden bewältigt werden. Ob die Strecke aber tatsächlich 100 Meilen beträgt, weiß niemand so genau. Es gibt weder einen GPS Track vom Veranstalter, noch von einem der Teilnehmer:innen, denn außer einem Rucksack, einer simplen Armbanduhr und Karte plus Kompass sind keine technischen Hilfsmittel auf der Strecke erlaubt.

Finisher gibt es im Frozen Head State Park nur selten und auch in diesem Jahr hat es mal wieder keiner geschafft. Der Lauf ist explizit dazu ausgelegt, es möglichst unmöglich zu machen ihn zu finishen. Da es keinen GPS Track gibt, die Teilnehmer:innen aber bestimmte Checkpoints passieren müssen, muss jeder der eine Runde beendet bestimmte Buchseiten die er einsammeln musste vorweisen. Geht eine Seite verloren, gilt die Runde als nicht gelaufen.

In diesem Jahr war, die unter anderem aus dem Endurance Talk bekannte Marina Kollasa als Starterin mit der Nummer 1 vor Ort. Der NDR hat zum Barkley Marathons 2022 eine sehenswerte Doku vor Ort gedreht.

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The Race of the Champions – Backyard Masters

Auch Alex Holl war vor Ort in Tennessee und hatte vor dort wann immer es ging live berichtet. Unter anderem darüber hat er sich dann auch mit Thomas (die beste Ersatzbank der Welt des Endurance Talk Podcasts) in einer eigenen Episode unterhalten.

Alex ist neben Michael Ohler die treibende Kraft in Sachen Backyard Ultramarathon hier in Deutschland und wird am 14.05. das Race of the Champions durchführen und hat sich dazu ua.a die Top Athleten der Backyardszene eingeladen.

offizielles Bannerbild der Veranstalung (c) Alex Holl – Hasta la Ultra

THE RACE OF THE CHAMPIONS – BACKYARD MASTERS ist ein Rennen, bei dem die Top-Athleten zusammen und gegeneinander antreten. Das Rennen ist open end und folgt streng den offiziellen Backyard-Regeln.
Qualifizierung zur Teilnahme: Um eine Einladung zu erhalten, muss man ein erfolgreicher Ultra-Langstreckenläufer sein (Backyard +45 Loops, Megarace-Sieger, Spine Race-Sieger, TOR, etc.). Nominierte Läufer für Big Dogs 2021, die wegen des Einreiseverbots nicht anreisen konnten, erhalten eine Wildcard für diesen Lauf.

Beschreibung der Veranstaltung auf Facebook

Im „Über das Laufen – Gebabbel“ Podcast verrät Alex uns seinen Plan für dieses Rennen, er will alles dafür tun, dass seine Athleten dort das erste Mal die magsiche Backyard Grenze von 100 Runden (100 Stunden = 416, 66 Meilen = 670,55 Kilometer) erreichen. Das kann also eine Lange Veranstaltung werden…

Spendenlauf für die Kriegsopfer in der Ukraine

Noch bis zum 10.04. könnt ihr euch dort anmelden und Teil von etwas großem sein. Ich zitiere hier noch mal aus der letzten Infomail von Alex.

Der Zeitraum dieses Spendenlaufs hat genau gepasst, so dass der größte Teil der Spendengelder genau in einen Abrechnungszeitraum bei RaceResult fällt. Aus diesem Grund wird nächste Woche schon ein sehr großer Betrag auf mein Konto wandern, was dort allerdings nur einige Stunden verweilen wird. 150.000,-€ werden dann direkt als erster und größter Abschlag aufs Konto von Save the Children e.V. verschoben.

Den Artikel „Barkley Marathons 2022, Backyard Masters 2022 und Ukraine Spendenlauf haben wir dank der Unterstützung unserer Mitglieder schreiben können. Wenn es dir gefallen hat, würden wir uns freuen, wenn auch du uns bei Steady unterstützt. Dann können wir in Zukunft noch mehr davon produzieren

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Sascha Rupp

Ich laufe gerne weit und lange, mittlerweile fast ausschließlich abseits der Straße und meist weit weg von Asphalt. Trailrunning ist meine Art zu laufen, denn auf dem Trail oder im Wald, da finde ich Ruhe und Entspannung. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert, Distanz ist, was mich reizt.View Author posts