Ich gebe es zu, auch ich habe lange jetzt nicht mehr so wirklich über das Thema Umweltschutz, Plogging, Müllvermeidung und Müllsammeln gesprochen. Im privaten wie auch dem öffentlichen Leben hat sich in der letzten Zeit natürlich ein anderes Thema ziemlich aufgedrängt. Das haben wohl auch die Aktivist:innen von Fridays for Future zu spüren bekommen.

Es ist nicht so, dass ich aufgehört habe bei nahezu jedem meiner Läufe ein paar Teile Müll aufzusammeln, im Gegenteil. Durch die Pandemie und diverse „Lockdowns“ haben glücklicherweise viele Menschen wieder den Weg in die Natur gefunden und leider spürt und sieht man das auch. Mehr Menschen im Wald und in den Parks bedeutet auch mehr fallengelassene Verpackungsschnipsel, Zigarettenstummel, Flaschen, Taschentücher und neuerdings auch Mund-Nasen-Masken aller Art. Der kleine, persönliche und unauffällige, ja fast beiläufige Aktivismus eines jeden Einzelnen ist wohl wichtiger als zuvor.

This is the End

Im Kampf gegen den Alltagsmüll hat nun leider ein aktiver und medial beachteter Instagram Account eben diesen geschlossen. Somit haben wir nun eine Stimme weniger da draußen auf Instagram, denn auch wenn Birgit mit Sicherheit nicht aufhören wird sich für eine saubere Umwelt einzusetzen, so werden wir davon auf Instagram wohl nichts mehr mitbekommen.

It is just getting worse.

I am slowly losing hope for #ourblueplanet .

There isn’t a piece of #trash I haven’t posted, no #cleanup I haven’t tried to encourage other people with.

There is nothing new to be said or posted from my side.

I am just repeating the same thing

#stoplittering 🚮

https://www.instagram.com/p/CYJZxnLNh2B/

Und täglich grüßt das Müllmeltier

Wie lange braucht der Müll, um zu verrotten?

„I am just repeating the same thing“ – Ich kann verstehen, wie deprimierend es ist, wenn man immer und immer wieder Bilder vom gesammelten Müll postet, in Posts darauf aufmerksam macht und sich untern Strich dann doch nichts tut. Ich verliere zum Beispiel nach fast jedem „Müll“ Post Follower auf Instagram, schätzungsweise, weil man Müll eben einfach nicht sehen will. Absolut verständlich, wer will das schon sehen müssen?

Ich laufe bekanntlich ja im Grunde immer dieselbe Strecke durch „meinen“ Wald und finde an immer denselben Stellen Tag für Tag neuen Müll. Ganz egal wie viel ich am Vortag aufgesammelt habe. Es gibt Tage, da laufe ich dann einfach daran vorbei und versuche kein schlechtes Gewissen zu bekommen. Soviel sie verraten, das gelingt mir nur selten.

Wenn eine Stimme verstummt, müssen andere eben lauter werden

Ich kann Birgits Entscheidung absolut verstehen, werde diesen Impuls aber nutzen, um in diesem Jahr wieder lauter und aktiver zu sein. Unter https://www.trailrunnersdog.de/umweltschutz-plogging/ werde ich wieder regelmäßig meinen Müllcounter aktualisieren und euch auf Facebook und Instagram auf dem Laufenden halten.

Bisher durch die „Cleaner of The Trails“ gesammelter Müll!
9,945 Kg

Durch Pfandflaschen und Pfanddosen gesammelter Betrag
9,48 €

Ich würde mich freuen, wenn ihr euch weiter fleißig an der Aktion beteiligen würdet. Schickt mir gerne eure Bilder via Instagram und Facebook bzw. taggt @trail_running_podcast, wenn ihr die Möglichkeit habt euren gesammelten Müll zu wiegen, dann addiere ich eure Ergebnisse auch gerne auf und lasse den Counter steigen.

Dieser Beitrag wurde am 11. Januar 2022 veröffentlicht und zuletzt am 21. Januar 2022 von Sascha aktualisiert

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Sascha Rupp

Ich laufe gerne weit und lange, mittlerweile fast ausschließlich abseits der Straße und meist weit weg von Asphalt. Trailrunning ist meine Art zu laufen, denn auf dem Trail oder im Wald, da finde ich Ruhe und Entspannung. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert, Distanz ist, was mich reizt.View Author posts