Dieser Beitrag wurde am 27. Juli 2022 veröffentlicht und zuletzt am 31. Oktober 2022 von Sascha aktualisiert

Ozon ist böse, zumindest war es das in meiner Jugend. Ein Tweet von Jörg Kachelmann hat mich auf eine Sache aufmerksam gemacht, die ich ehrlich gesagt etwas verdrängt hatte. Früher (Schulzeit und so) wurde mir von meiner Mutter öfter mal untersagt, im Sommer auf den Bolzplatz oder ins Schwimmbad zu gehen. Die Begründung waren zu hohe Ozonwerte.

Damals in meiner Jugend 80 / 90er-Jahre war das ständig ein Thema. Das Ozonloch über Australien. Heute irgendwie nicht mehr so habe ich das Gefühl. Mag daran liegen, dass ich meine Mutter nicht mehr um Erlaubnis fragen muss / kann, wenn ich rausgehen will.

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Was ist dieses Ozon denn eigentlich?

Das Ozon ist ein Gas, O3 ist die chemische Formel für die, die es interessiert und schwirrt in der Atmosphäre umher und schützt uns alle vor der energiereichen mutagenen ultravioletten Strahlung der Sonne. Es ist ebenso ein starkes Oxidationsmittel und stark reizend für die Atemwege. Oben in der Stratosphäre ist es also gut, hier unten bei uns eher doof, außer auf Autositzen zur Reinigung…

Wo und wann ist die Gefahr am höchsten?

Das Risiko von erhöhten Ozonwerten besteht vorwiegend im Zeitraum vom Mai bis September, im Sommer eben, dann, wenn es besonders warm / heiß draußen ist.

Interessanterweise könnte man auf die Frage „Wo ist die Gefahr am höchsten?“ jetzt vermuten, dass die Antwort „in der Stadt“ lauten könnte. Dem ist allerdings nicht so, da die Abgase der Autos mit dem Ozon reagieren und es abbauen.

Ozongrenzwerte

Es gelten gemäß Umweltbundesamt folgende Grenzwerte:

Ab 180 µg/m3 wird die sogenannte Informationsschwelle überschritten, ab dann werden (sollen) Verhaltensregeln durch die Medien verbreitet.

Ab 240 µg/m3 wird die Alarmschwelle überschritten, spätestens ab dann sollte man Aktivitäten im Freien meiden, zumindest wenn man seine Gesundheit nicht riskieren will.

Welche Gesundheitsgefahren gehen von Ozon aus?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Ozon auf den Körper respektive die Atemwege können folgende sein:

  • Verminderung der Lungenfunktion
  • entzündliche Reaktionen der Atemwege
  • Atemwegsbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Augenbrennen

Durch körperliche Anstrengungen (Sport, Sex und Arbeit) können sie Symptome noch verstärkt werden, besonders Menschen mit Atemwegserkrankungen (Asthma) sind da wohl anfälliger als andere.

Ozon steht außerdem im Verdacht beim Menschen Krebs auszulösen.

Wie finde ich heraus, wie hoch die Ozonkonzentration ist?

Dank rund 300 Messstationen im Bundesgebiet, kann man denn die Ozonkonzentration in seiner Gegend zum Beispiel hier erfahren.

www.umweltbundesamt.de

Weitere Informationen zum Thema Ozon gibt es beim Umweltbundesamt unter: http://www.umweltbundesamt.de

Wann sollte ich also im Sommer laufen gehen?

Die Frage lässt sich relativ leicht beantworten, immer dann, wenn keine hohe Sonneneinstrahlung vorhanden ist. Im Sommer dann halt sehr früh morgens oder spät abends, wobei „spät abends“ dann auch tatsächlich spät bedeutet und nicht gegen 18:00. Im Sommer knallt die Sonne auch noch um 18:00 auf uns herunter. Die Sache mit der brutalen Mittagshitze ist übrigens Quatsch … Eigentlich auch logisch, wenn man bedenkt, dass die Sonne ja nach dem Mittag fleißig auf den Boden scheint und ihn erhitzt.

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Disclaimer: Ich entschuldige mich für etwaige wissenschaftliche Fehler, wer es genauer wissen will, der darf sich gerne im Selbststudium schlaumachen. Für diesen Artikel ist allerdings es lediglich wichtig zu wissen, wann die Ozonkonzentration (in der Regel) am Höchsten ist und dass man dann eben keine Höchstleistungen in freier Natur erbringen sollte.

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Sascha Rupp

Ich laufe gerne weit und lange, mittlerweile fast ausschließlich abseits der Straße und meist weit weg von Asphalt. Trailrunning ist meine Art zu laufen, denn auf dem Trail oder im Wald, da finde ich Ruhe und Entspannung. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert, Distanz ist, was mich reizt.View Author posts

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