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Anzeige – La Sportiva Bushido 2

La Sportiva Bushido 2

La Sportiva Bushido 2

155 €
8.8

Passform

7.0/10

Stabilität

10.0/10

Dynamik

10.0/10

Dämpfung

8.0/10

Grip

8.0/10

Verarbeitung

10.0/10

Stärken

  • haltbare Außensohle
  • direkter Schuh
  • angenehme Dämpfung

Schwächen

  • zu enger Schnitt für meine breiten Füße

Der Krieger ist zurück – La Sportiva Bushido 2

Anzeige: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit La Sportiva und TrailRunnersDog.de entstanden um euch mit den aktuellen Infos zu versorgen und interessante Produkte vorzustellen. Alle Eindrücke und Meinungen zu diesem Produkt sind auf meinem Mist gewachsen.


Der Bushido von der italienischen Kultmarke La Sportiva ist ein wahrer Klassiker unter den Mountain und Trail Running Schuhen. Man sieht ihn auch Jahre nach seinem Launch noch immer auf den Trails dieser Republik. Ein wahrer Dauerbrenner, den auch ich seiner Zeit mehr als einmal nachgekauft habe.

Endlich hat La Sportiva den Bushido neu aufgelegt und einige kleine Verbesserungen eingearbeitet, hier erfahrt ihr was sich beim neuen Bushido 2 geändert hat.

Hardfacts im Vergleich

BushidoBushido 2
Gewicht pro Paar in Gr. EU42610 Gramm610 Gramm
AußensohleFriXion XT mit leichter Doppelgummimischung + Impact Brake System und Noppen zur Montage von AT Grip Spikes. Sohle mit zweifach Gummimischung FriXion Red mit differenzierter Oberfläche für maximalen Grip bei jedem Untergrund
Sprengung6 mm6 mm
ObermaterialAtmungsaktives AirMesh + thermogeklebte Verstärkungen in Mikrofaser + high-frequence Außenskelett mit rip-stop Gewebe.Atmungsaktives Air Mesh, thermoplastischer Schutzfilm, mittleres Skelett in TPU, HF an den rip-stop Paneelen.
Dämpfungkomfortabel, aber direkt Cushion Platform Einsatz in EVA für mehr Dämpfung und verbessertes Abfangen von Stößen.

Erster Eindruck des neuen Bushido

Auf den ersten Blick fällt es mir schwer, hier große Unterschiede festzustellen. Da ich meine alten Bushidos schon vor einer Weile entsorgt habe, musste ich erst die Bilder des Testberichts rauskramen.

Schaut man etwas genauer hin, dann fallen einem die Änderungen am Obermaterial des neuen Bushido auf. Das TPU Skelett ist etwas feiner und verzweigter geworden und die mächtige Zehenkappe des Bushido 1 ist etwas unauffälliger.

Schau man sich die Hardfacts der beiden Modelle an, erkennt man auch rein technisch nicht viele Unterschiede. Beiden Krieger wiegen exakt gleich viel und die Sprenung liegt weiterhin bei moderaten 6 mm.

Der neue Bushido wirkt auf Anhieb vertraut und schon beim ersten Anprobieren fühlte ich mich direkt wohl in ihm. Vom Bushido 1 hatte ich seiner Zeit drei Paar bis zu ihrem wohlverdienten Ende getragen.

Damals hatte ich bei einem Paar etwas Pech, da das Obermaterial am Zehengrundgelenk des kleinen Zeh gerissen war. Daran war ich allerdings in dem Fall nicht ganz unschuldig, denn ich hatte mir das Obermaterial beim letzten Paar schon recht früh an einem Ast zerrissen. Ihr kennt das bestimmt, da liegt ein Ast ungeschickt auf dem Trail und man bekommt die Füße nicht ordentlich gehoben. Zack, hast du ein Loch im Material. Dieses Loch hatte die Funktionalität des Bushido allerdings nicht eingeschränkt, sah eben nur nicht schön aus.

Passform und Schnürung

Auch der neue Bushido sitzt wie schon sein Vorgänger eng am Fuß. Das ist etwas, was ich bei vergangenen Testberichten immer zumindest kritisch erwähnt hatte. Darum will ich es hier fairerweise auch tun, auch wenn das streng genommen keinen Mangel darstellt. Man sollte das beim Kauf aber eben beachten. Wer schmale Füße hat, den stört es wohl nicht weiter. Den Bushido 1 bin ich damals aber dennoch auch auf Ultradistanzen um die 50 km gelaufen. Der Rest am Schuh passte einfach zu gut um ihn nur auf kurzen Läufen anzuziehen. Der neue Bushido steht dem in nichts nach, auch wenn er von La Sportiva nicht als Long Distanz Schuh gehandelt wird.

Die Schnürung ist etwas feiner dosierbar und die leicht gepolsterte Zunge nimmt den Druck vom Spann.

Einordnung der La Sportiva Mountain Running Schuhe

Das Obermaterial des Bushido 2

Da das Obermaterial beim Vorgänger bei mir der größte Schwachpunkt war, war ich darauf besonders gespannt. Auch nach knapp 100 gelaufenen Testkilometern über zum Teil schroffen Moselschiefer, Steine und Wurzeln hält das neune Obermaterial. Es gibt im Grunde keine nenneswerte Abnutzungserscheinungen und Äste habe ich mir dieses Mal auch nicht in den Schuh gerammt.

Die neue Dämpfung des Bushido 2

La Sportiva gibt an dem Bushido ihr Cushion Platform EVA für mehr Dämpfung spendiert zu haben. Mangels Vorgängermodell fehlt mir hier der direkte Vergleich, die Dämpfung ist beim neuen Bushido allerdings angenehm komfortabel, auch wenn das immer eine Frage des Standpunktes und der eigenen Vorlieben ist. Schläge und Stöße nimmt die Sohle gut auf und reicht sie dosiert an den Fuß weiter. Der Bushido bleibt weiterhin definitiv ein Schuh der seinem Träger ein gutes Gefühl für den Untergrund vermittelt. Kein Dämpfungsmonster, sondern noch immer ein schneller und direkter Schuh für harte Untergründe. Eben so wie ihn seine Fans bisher mochten.

Frixion Red Sohle

Schon beim Vorgänger war ich recht begeistert von der Haltbarkeit der Sohle, die auf trockenen Trails absolute Sicherheit und Kontrolle gibt.

Das Impact Brake System sorgt mit seinen versetzten Stollen unter der Ferse dafür, dass der Bushido zügig greift beim Bremsen. Klingt nach Marketing Bla Bla, funktioniert aber auch fast allen Untergründen ohne Probleme. Wird es zu matschig, dann kommt der Bushido an seine Grenzen. Hier wäre beispielsweise der La Sportiva Mutant besser geeignet. Der Bushido ist ein Schuh mit dem man auf allen Untergründen gut zu Recht kommt und kein Matsch- oder Grip Spezialist. Dafür deckt er eben eine große Range an Untergründen ab. Die Frixion Red Sohle ist La Sportivas ausgewogenste Sohle und bietet einen hervorragenden Kompromiss zwischen Haltbarkeit und Grip.

Mein Fazit

Der neue Bushido ist auf Anhieb wieder einer meiner Lieblingschuhe geworden. So kurz und knackig fällt mein Fazit aus.

Der Bushido ist kein Langsstreckenschuh, sondern eher was für die Feierabendläufe oder den 30er am Wochenende. Diesen Job macht er aber dafür umso besser. Er ist direkt und dynamisch, genau das was ich auf meine Trailruns an der Mosel mag. Der sportliche Italiener sieht gut aus, ist haltbarer als sein Vorgänger und hat Grip wenn man ihn braucht.

Läufer die es gewohnt sind mit direkten Schuhen zu laufen und schmalere Füße haben als ich, die werden mit dem Bushido auch Ultras laufen können. Hintenraus dürfte es dann aber allerdings an Komfort fehlen. Wer damit klar kommt, der hat mit dem neuen Bushido einen klasse Trailschuh am Fuß.

Das sagen Andere zum Bushido

Schuhempfehlungen sind bekanntlich ja immer so eine Sache. Nur weil mir ein Schuh gut passt, muss das nicht für andere gelten, Füße sind einfach zu verschieden. Aus diesem Grund habe ich mir eine weitere Meinung zum Bushido eingeholt. Tobias Krumm ist Ultraläufer und spielt in der deutschen Trail Running und Ultraszene ganz oben mit. Er hat unter anderem die letzten 5 (2014-2018) Langdistanzen beim Kleiner KoBolt souverän gewonnen.

Was Tobias Krumm zum Bushido sagt

Meiner Meinung nach passt der Bushido leider nicht wirklich in eine Schublade und vor allem nicht in unsere Mittelgebirgen. Eigentlich bin ich durch Klettern ziemlicher Fan von La Sportiva und auch die Laufklamotten können überzeugen, der Bushido allerdings nicht bzw. nicht hier.
Das erste was an dem Schuh auffällt sind seine recht massiven Schutzelemente (Sohle, Zehenkappe, stabilisierung im Mittelfussbereich), was mich auch zum ersten Kritikpunkt bringt…das Gewicht. Der Schuh bringt in Grösse 42 ganze 298 Gramm pro Schuh auf die Waage (S-Lab Ultra 213 gr/Schuh) was
für einen schnellen Wettkampfschuh einfach zu viel ist und im Gegensatz dazu ist er für die Langstecke bzw. für lange Trainingsläufe deutlich zu flach und hart. Dies ist für leichte Läufer wie mich noch zu verkraften, aber als schwererer Läufer eher nicht. 
Für mich ist auch die Verwindungssteifigkeit im Mittelschuhbereich, welche schon fast wie eine Pronationsstütze wirkt ein Problem, da diese bei schnellen Läufen für Knieprobleme sorgt. Dies liegt bei mir zwar an der Kombination Vorfusslauf und leichte O-Beine, sorgt aber eben nicht für Wohlbefinden.
Die Sohle kommt bei Schlamm und nassen Wiesen ganz schnell an Ihre Grenzen, funktionier aber absolut bombe auf trockenem und nassen Fels, Geröll und bei trocken Bedindungen. Auch bietet der Bushido eine sehr gute Balance zwischen Durchschlagschutz und Feinfühligkeit im Vorfussbereich. Man spürt noch deutlich den Untergrund, braucht aber keine Angst vor schmerzhaften Durchschlägen bei Unachtsamkeit zu haben.
 
Generell sehe ich den Bushido als Schuh, welcher sich auf kurzen (< 50 km), technischen Bergläufen am wohlsten fühlt.

Tobias Krumm, Ultraläufer und Geschäftsführer bei Puretrail / Skinprotec

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