Alternativsport Produkttests

angetestet – TOPEAK Ninja TC Mountain Trinkflaschenhalter mit Tool

Topeak Ninja TC Mountain

TOPEAK Ninja TC Mountain

49,95€
8.4

Verarbeitung

10.0/10

Preis-Leistung

10.0/10

Montage

8.0/10

Design

7.0/10

Gewicht

7.0/10

Stärken

  • Befestigungsmöglichkeit für Topeak Fahrradwerkzeug
  • Inklusive Werkzeug mit 23 Funktionen
  • Inklusive Reifenheber

Schwächen

  • Reifenheber etwas instabil
  • Das gesamte System ist auch ohne Tool recht schwer
  • Das Design ist Geschmackssache

Anzeige: Dieser Beitrag ist nicht im Rahmen einer Zusammenarbeit entstanden. Das hier gezeigte Produkt ist selbst bezahlt und gekauft. Das war mir auch dank der Unterstützung aus der Community möglich. Vielen Dank dafür!


Wer mir fleißig in den Sozialen Medien folgt, der dürfte mitbekommen haben, dass ich jetzt unter die Mountainbiker gegangen bin. Aus diesem Grund stand, neben meinem Jobrad auch die eine oder andere Anschaffung an. Der Topeak Ninja TC Mountain, ein Flaschenhalter mit Tool ist eine davon.

Topeak Ninja TC Mountain Trinkflaschenhalter mit Multitool im Test

NameTOPEAK Ninja TC Mountain
Gewicht255 g Flaschenhalter mit Minitool
151 g Mini 20 Pro Multitool
MaterialKunststoff
Maße17,5*10*7,8 cm
Kompatibilitätpassend für Standard Trinkflaschen

Kurz vor meinem ersten MTB Marathon, dem Canyon Rhein Hunsrück MTB Marathon mussten noch schnell zwei Flaschenhalter fürs MTB her. Ich kaufte mir also zwei relativ günstige und einfache Teile im stationären Fachhandel und montierte die Flaschenhalter. Da ich am Canyon Exceed möglichst wenige Dinge montieren wollte die klappern, entschied ich mich recht früh gegen eine Satteltasche für Schlauch und Multitool.

Der Topeak Ninja TC Mountain passt beim Exceed nur ans Unterrohr

Dank eines Tipp meiner Team Kollegen bei Coffee&Chainrings tapte ich also Ersatzschlauch und Reifenheben mit Isolierband an der Sattelstütze fest. So ersparte ich mir die klappernde Satteltasche die ich von meinem Rennrad abmontiert hatte. Das war mir ganz recht, denn schon nach ein oder zwei mal wechseln vom Renner zum MTB war ich davon sehr genervt. Auf Grund unterschiedlicher Reifengrößen musste ich auch immer den Ersatzschlauch in der Tasche wechseln. Ihr ahnt schon, diese Methode ist sehr fehleranfällig und ich sah mich schon mit einem Platten und dem falschen Ersatzschlauch mitten in der Pampe oder 100 Kilometer von daheim entfernt stehen. Ich besaß bisher ebenfalls nur ein Multitool…auch das wollte ich nicht ständig hin und her räumen.

Schlauch und Reifenheber waren also an die Sattelstütze geklebt und die lästige Statteltasche war kein Thema mehr.

Wo hin mit dem Multitool?

Anders als beim Laufen vermeide ich es harte und sperrige Dinge wie die Pumpe oder eben das Multitool am Körper zu tragen. Meine Sorge ist einfach, dass ich mich daran im Falle eines Unfalls oder Sturzes verletzen könnte. Es gibt schlimme Röntgenbilder von Fahrradpumpen und verunfallten Radfahrern…

Bei meinen Recherchen stieß ich auf das mittlerweile nicht mehr existente Canyon Topeak Factory Racing Team und somit auch auf Produkte der Firma Topeak. Ich gebe zu, ich bin da recht einfach gestrickt. Ich fahre schon zwei Canyon Räder, warum sollte der Flaschenhalter nicht von Topeak sein? Mein Minipumpe fürs Rennrad kommt außerdem ebenfalls von der Firma Topeak und hat mir schon gute Dienste geleistet. Ich sage nur 4 von 4 Platten bisher auf dem “tollen” Maifeld Radweg.

Mit dem Topeak Trinkflaschenhalter Ninja TC Mountain sollten alle meine Probleme Geschichte sein. So zumindest die Strategie von Topeak. Denn im Grunde liegt es ja auf der Hand; welches Anbauteil montiert man in der Regel recht schnell an sein Bike? Richtig, den Flaschenhalter. Denn selbst wenn man wie ich geplant hatte immer irgendwie mit Trinksystem auf dem Rücken zu fahren, ist so ein Halter mehr als praktisch. Die Trinkflasche dient nicht nur bei kurzen Fahrten auf denen sich ein Rucksack nicht wirklich lohnt als Flüssigkeitquelle, sondern kann auch ergänzend eingesetzt werden. Der Vorteil von Flaschen liegt auf der Hand, sie sind im Nu an einem Verpflegungspunkt oder Wasseranschluss auf einem Friedhof aufgefüllt. Die Trinkblase im Rucksack muss man immer erst irgendwie raus kramen… Das ist meistens sehr umständlich.

Viele Worte für einen simplen Flaschenhalter für den Fahrradrahmen. Kommen wir zum entscheidenden Teil, der USP, dem Alleinstellungsmerkmal.

Montage des Topeak Ninja TC Mountain

Der Flaschenhalter dürfte in jeden Rahmendreieck passen, zumindest bei Hardtail MTBs und Rennrändern (es gibt eine eigenen Rennradvariante Ninja TC Road). Da ich kein Fully fahre, musste ich etwas recherchieren und kann nur wiedergeben was ich so gelesen habe. Demnach kommt es bei Fully MTB stark darauf an wie viel Platz im Rahmendreieck ist. Hier scheitert es wohl in der Regel am Fach für das Multitool, dem Killerfeature für den Topeak Flaschenhalter.

Ansonsten montiert man den Topeak Ninja TC wie jeden anderen Flaschenhalter mittels passender Schrauben im Rahmendreieck seines Rades.

Entnahme des Multitools und Handhabung

Braucht man das Mini 20 Pro Multitool dann doch einmal, dreht man die die Aufbewahrungsbox zur Seite, öffnet das Fach und entnimmt das Multitool. Die Box lässt sich in beiden Richtungen drehen und ist so jederzeit schnell zugänglich.

Das Multitool tut was es soll und glänzt mit tollen Funktionen. Ok…toll ist hier der falsche Ausdruck. Es glänzt mit den Funktionen die man so braucht wenn man mitten in der Pampe genervt an einer Radpanne rum flicken muss. Dafür kann das Toll ja aber nix.

Multitool Mini 20 Pro im Ninja TC Mountain

Unter dem eigentlichen Flaschenhalter ist eine kleine, wasserdichte Box angebracht. In dieser Box verstaut man das mitgelieferte Topeak Mini 20 Pro Multitool. Diese Box verschließt zuverlässig und schützt das Multitool Mini 20 Pro so vor Schmutz und Wasser.

Topeak Mini 20 Pro Multitool

Mit seinen 23 Funktionen ist man für quasi jede Reparatur die man auf dem Trail so durchführen kann gewappnet. Egal ob eine große Auswahl an INBUS Schlüssel von 2-L bis 10 mm, einem Schraubendreher, Kettennieter oder Reifenhebern. Am Mini 20 Pro ist alles dran was man unterwegs so (hoffentlich nicht) benötigt.

Features des Topeak Mini 20 Pro

  • Kettennieter
  • Kettenfixierhaken
  • Reifenheber
  • Flaschenöffner mit Speichenhalter
  • Nietstiftbrecher
  • Werkzeugvorspannung einstellbar
  • Inbus Schlüssel 2-L / 2,5 / 3 (2x) / 4 / 5 / 6 / 8 / 10 mm

Fazit

Die Idee ist toll, darum habe ich mir den Topeak Ninja TC Mountain ja auch gekauft. Das Gewicht des Flaschenhalters ist verbesserungswürdig. Der Flaschenhalter inklusive Box kommt auch ohne Tool auf knapp über 100 Gramm Eigengewicht. Mein knapp 10€ teurer Flaschenhalter aus Kunststoff eines anderen Herstellers kommt da grade mal auf 30 Gramm. Das ist ein deutlicher Unterschied! Bedenkt man aber, dass man zum Flaschenhalter ja auch noch eine stabile Box (diese wiegt in etwa 80 Gramm) für das Multitool dazubekommt, relativiert sich das Gewicht wieder etwas. Immerhin spart man sich mit den Nina TC Mountain die Tasche an der Sattelstütze oder kann hier zumindest eine kleinere Tasche verwenden. Topeak hat übrigens auch einen Flaschenhalter mit Tasche für den Ersatzschlauch* im Angebot.

Gedanken über mögliche Nachteile

Wer auf stark auf die Gewichtsoptimierung am Rad wert legt, der wird sich wohl nicht für dieses Komplettsystem entscheiden. So zumindest der Tenor im Coffee&Chainrings Team.

So könnten mögliche Überlegungen gegen das Tool folgende sein:

  • leichtere Flaschenhalter wiegen um die 20-30 Gramm, die Belastung am Befestigungspunkt am Rahmen ist also auch mit gefüllter Flasche relativ gering. Mit dem Topeak Ninja TC Mountain kommen hier noch mal 255 g dazu. Die Belastung am Rahmen ist also höher als mit der Minimallösung.
  • Gefahr Steinschlag; durch die tiefe Montage im Rahmendreieck besteht ggf. die Gefahr, dass Steine oder Äste die Box des Tools beschädigen und das Mini 20 Pro dann verloren geht.
  • Mit jedem zusätzlichen Gramm am Rahmen benötigt der Fahrer mehr Kraft um das Rad zu kontrollieren.

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Ich laufe gerne weit und lange, mittlerweile fast ausschließlich abseits der Straße und meist weit weg von Asphalt. Trailrunning ist meine Art zu laufen, denn auf dem Trail oder im Wald, da finde ich Ruhe und Entspannung. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert, Distanz ist was mich reizt.

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