Produkttests

Anzeige – inov-8 Roclite G 290 leichter Allrounder

inov-8 Roclite G 290

140€
8.7

Passform

8.0/10

Stabilität

10.0/10

Dynamik

8.0/10

Dämpfung

8.0/10

Grip

8.0/10

Verarbeitung

10.0/10

Stärken

  • 290 Gramm leicht
  • guter Grip
  • angenehm gedämpft

Der bewährte Roclite 290 von inov-8 hat eine neue Sohle spendiert bekommen. Die G-Grip Sohle soll den Roclite G 290 noch langlebiger, griffiger und agiler macht. Ob das wirklich so ist, durfte er direkt mal beim Kleinen KoBoLT über dem Rheinsteig beweisen.


Anzeige: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit inov-8 DE/AT und Trailrunnersdog.de entstanden um euch mit den aktuellen Infos zu versorgen und interessante Produkte vorzustellen. Alle Eindrücke und Meinungen zu diesem Produkt sind auf meinem Mist gewachsen.


Hardfacts

NameRoclite G 290
Sprengung4 mm
Gewicht290 g
Fit Scale3 von 5
ZwischensohlePowerflow
Fußbett6 mm Power Footbed

Erster Eindruck vom inov-8 Roclite G 290

Es ist interessant, wie viel leichter der Roclite G 290 im Gegensatz zu einem Bruder dem Roclite 315 wirkt, dabei sind es lediglich 25 Gramm pro Schuh. Gespart wurde das Gewicht wohl am Obermaterial, denn das ist einer der größten Unterschiede zum 315.
Auffällig (oder eben vertraut) sind die 4 mm Sprengung, die man deutlich spürt, denn man steht erfreulich flach im Schuh.

Passform und Schnürung des inov-8 Roclite G 290

Die Passform ist auch für meine breiten Füße bestens geeignet. Mein Fuß sitzt bequem im Roclite 290 und rutscht nicht umher. Die Polsterung an der Ferse ist etwas dicker und war auf den ersten Metern etwas ungewohnt. Den zusätzlichen Halt im Schuh habe ich aber schnell zu schätzen gelernt.

In Sachen Schnürung bzw. den Laschen durch die die Schnürsenkel geführt werden, hat inov-8 gut nachgebessert. Wie man im rechten Bild beim Roclite 315 gut sieht, sind diese Laschen aus einem flachen Stoffband gefertigt. Das hat bei mir dazu geführt, dass ich eine dieser Laschen schon recht früh durchgescheuert hatte. Dadurch kann ich den Druck der Schnürung nun beim Roclite 315 nicht mehr so fein steuern, was aber eigentlich kein großes Problem darstellt. Dieses Problem habe ich beim G 290 nun nicht mehr, denn da hat inov-8 bei den aktuellen Modellen ein sinnvolle Verbesserung verbaut.

Obermaterial

Das Obermaterial des G 290 ist dabei deutlich luftiger und flexibler und die seitliche Protektion ist nicht so weit hochgezogen und starr wie beim Roclite 315. Oben im Bild sieht man den Anstoßschutz des Roclite 315, dieser Schutz hat ihn deutlich steifer gemacht als den G 290.

Da das Obermaterial etwas luftiger ist, ist der flache Schuh von inov-8 kein Schuh für allzu kalte Tage mit Minustemperaturen. Großer Vorteil es offenen Mesh ist, dass eingedrungenes Wasser schneller wieder aus dem Schuh gedrückt wird. Das Obermaterial des G 290 saugt außerdem kein Wasser auf, so dass der Schuh zwar nass wird, aber dabei leicht bleibt. Das sogenannte ADAPTERWEB soll sich auf längeren Läufen zudem dem Fuß anpassen und so ausreichend Platz für anschwellende Füße lassen.

Wer einen Roclite mit GoreTex Menbran laufen möchte, muss auf den neuen G 315 GTX umsteigen. Der kommt dann aber eben wieder mit 8 mm Sprengung daher.

Sohlenkonstruktion und G-Grip

Seit 2018 liefert inov-8 einige Modelle mit ihrer neuen Gummimischung aus. Die Sohlen der G Serie sollen 50% stärker, 50% elastischer und 50% verschleißärmer sein.

Alles drei Faktoren die für Trail Schuhe nicht unwichtig sind, denn das Obermaterial kann noch so gut aussehen und lange halten. Wenn die Sohle nach wenigen Kilometern runter ist, hat man allenfalls einen mittelprächtigen Straßenschuh am Fuß.

An der relativ unaufgeregten Anordnung der Stollen am Roclite G 290 sieht man seine Ausrichtung als Generalist ganz gut. So läuft sich der Roclite auch auf (oftmals notwendigen) Asphaltpassagen gut. Dauerhaft sollte man das natürlich dennoch nicht machen, ein Trail Running Schuh gehört ins Gelände.

Fazit

Knapp eine Woche vor meinem Start auf der 99 Kilometer Distanz beim Kleinen KoBoLT kam das Paket von inov-8 mit dem Roclite G 290 bei mir an. Nach einem Probelauf habe ich mich dazu entschieden zumindest bis zum ersten Dropbag bei 52 km im neuen Schuh zu laufen.

Ich hatte zugegebenermaßen auf den ersten 30 Kilometern ein paar Probleme mit der Genauigkeit der Schnürung des Roclite G 290. Ich musste ein paar Male die Schnürung lösen und etwas lockern, da die dünnen Schnürsenkel etwas gedrückt hatte. Dadurch dass ich auf dem stark mit Laub bedeckten Waldboden auf dem Rheinsteig ständig Dreck und Steinchen im Schuh hatte, musste ich den Vorgang oft wiederholen. Das nächste Mal ziehe ich wohl wieder Gamaschen an, denn ich schaufle mir in der Regel sehr häufig Dreck in die Schuhe. Egal welchen Schuh ich laufe.

Trotz der anfänglichen Probleme entschied ich mich bei Kilometer 52 dann doch nicht für einen Schuh- sondern nur für einen Sockenwechsel. Ab dem Zeitpunkt hatte ich keine Probleme mehr mit Druck auf dem Spann.

Die Dämpfung und Protektion des Roclite G 290 waren jeder Zeit sehr angenehm. Egal ob auf dem nassen, laubbedeckten und teilweise matschigen Waldboden oder durch die Ortschaften auf Asphalt, ich hatte jeder Zeit ein Gefühl von Sicherheit und Komfort. So komfortabel man sich auf einem Lauf von 99 Kilometer und knapp 3500 Höhenmeter eben fühlen kann.

Graphene Grip im Praxistest

Sehr positiv ist mir der Grip der G-Grip Sohle in Erinnerung geblieben, trotz dem sehr zurückhaltenden Profils bin ich auf der gesamte Strecke nur wenige Male ins Rutschen geraten. Grund hierfür waren immer entweder nasse Steinplatten oder Steine die unter meinem Fuß ins Rutschen geraten sind. Also nichts was man der Sohle hätte ankreiden können.

Die Sohle weist nach etwas um die 110 Kilometer eine für meinen Laufstil typische Abnutzung auf. Durch die Mischung aus “Ultraschlurf” und Vor- bzw. Mittelfußaufsatz laufen sich alle meine Schuhe in diesem Muster ab. Wie man sieht, sind hauptsächlich die kleinen Noppen auf den Profilstollen abgelaufen. Die Stollen des Roclite selbst sind noch intakt und bieten weiterhin Grip im Gelände.

Der Roclite und der Matsch

Dass der Roclite mit dem Profil keine Konkurrenz zum Mudclaw 300 darstellt, sollte jedem klar sein. Das kann und soll der Schuh einfach nicht liefern. Dennoch funktioniert der Roclite G 290 auch auf matschigen Abschnitten recht gut und der umlaufende Schutz hält Matsch und Dreck aus dem Schuh. Wird er Matsch zu tief, kommt der Roclite dann aber verständlicherweise an seine Grenzen. Auf matschigen Wiesen hält er seinen Läufer aber wie von inov-8 versprochen zuverlässig in der Spur.

Abnutzungen am Obermaterial

Am rechten Schuh sieht man Spuren am Zehenschutz und leichte Schäden am Obermaterial. Im meinen Augen auch nichts ungewöhnliches, denn der Zehenschutz ist genau dafür konzipiert und hat meine Füße so zuverlässig für Stößen an Steinen und Wurzeln geschützt.

Mein Experiment beim KoBoLT den quasi ungetragenen inov-8 Roclite G 290 zu tragen ist also gut gegangen. Hätte ich allerdings nicht so viel Vertrauen in die Marke gesetzt, wäre ich wohl in einem anderen Schuh gelaufen.

Ich kann den Roclite G 290 definitiv empfehlen, wie bisher jeden Schuh den ich von inov-8 testen und tragen durfte. Wer einen leichten Allrounder sucht, der kann hiermit glücklich werden.

Hier kannst du den inov-8 Roclite G 290 kaufen!

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.