Trail Running auf dem Koberner Burgpfad

Veröffentlicht von Sascha am



Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten, 57 Sekunden



Der Koberner Burgpfad ist mit 17 km der zweitlängste Traumpfad an der Mosel und hat mit seinen zum Teil recht technischen 517 Hm auch sonst einiges zu bieten.

Seit meinem Umzug beginnt dieser Traumpfad jetzt also ziemlich direkt vor meiner Haustüre und ist im letzten Jahr meine neue Hausstrecke geworden. Ein Traumpfad in Spuckweite hat schon echt so seine Vorteile.
Hatte ich vor meinem Umzug noch das zweifelhafte Vergnügen „nur“ knapp 200 Höhenmeter auf meiner asphaltierten Hausstrecke laufen zu dürfen, so sind es jetzt immer um die 150-200 Höhenmeter mehr. 
Das hat zur Folge, dass ich jetzt im Schnitt gute 32 Höhenmeter pro Kilometer zu laufen habe, anstatt wie bisher 25. 

Ich laufe in der Regel nie den ganzen Traumpfad als Runde, sondern habe mir rund um die Niederburg meine eigenen Varianten zusammengeklickt und erkundet. Die Teilnehmer des RunCloud50 durften einen Teil davon kennen lernen.

Die Niederburg

Wahrzeichen dieser Strecke bzw. von Kobern sind die Ruine der Niederburg und die darüber thronende Matthiaskapelle.
Die Niederburg ist eine sogenannte Höhenburg und liegt auf einem Berggrat oberhalb der Mosel. Von hier aus hat man einen tollen Ausblick auf Kobern, Niederfell, Dieblich und das Moseltal. Über das Mosetal hinaus kann man bis in den Hunsrück schauen. 

Von der Niederburg geht es schnurstracks nach oben zur Oberburg und Matthiaskapelle. Von der Oberburg ist im Grunde nur noch der Burgfried  und Reste der Ringmauer erhalten.

Der Ausblick hinunter auf die Niederburg lohnt sich allerdings auf jeden Fall.

Die Oberburg und Matthiaskapelle

Oben angekommen läuft man direkt auf die Matthiaskapelle zu und muss links an ihr vorbei um wieder auf einem kleinen Singletrail zu landen.

Typisch für Wege im Wald wird es bei Nasse oder generell Feuchtigkeit gerne rutschig auf dem laubbedeckten und mit Wurzeln durchzogenen Boden. Ein wenig Trittsicherheit ist also nötig, sollte aber für halbwegs geübte Trampelpfadläufer kein großes Problem sein.

Im Wald unterhalb der Burg, befinden sich die Sauerbrunnen. Hier kann man ruhigen Gewissens seine Flaschen füllen. Die rote Farbe kommt vom hohen Eisengehalt, anderswo zahlt man dafür viel Geld. Hier läuft es einfach so aus dem Boden…

Bei allem Spaß den ich hatte, lief es nicht so wirklich an dem Tag. Das mag daher kommen dass es die ersten 8-9 km im Grunde immer bergauf ging und ich irgendwie nicht so richtig in Tritt kam, normalerweise laufe ich die Strecke andersherum. Geht irgendwie besser. Zugegeben es handelt sich nicht ganz um die Originalstrecke, denn kurz vor Wolken bog ich nicht ab, sondern lief weiter zum ca. 3 km entfernten Karmelenberg.

Der Karmelenberg liegt bei Bassenheim und ich war schon ein paar Mal dort. Der letzte Anstieg ist kurz und knackig und oben wartet dann in der Kapelle meist etwas zu trinken auf den müden Wanderer.

So ein richtiger Berg ist das natürlich nicht, eher eine Anhöhe bzw. ein bewaldeter Schlackekegel. Immerhin befinden wir uns hier am Rande der Eifel, der Osteifel im genau zu sein.

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Der Rheinburgenweg ist hier allgegenwärtig.

Hinter Wolken trifft man dann wieder auf einen alten Bekannten, den Rheinburgenweg. Diesen Teil läuft man allerdings nicht beim RheinBurgenWegLauf, der beginnt erst ab Koblenz und geht bis „runter“ nach Bingen.

Nach dem Karmelenberg ging es den selben Weg wieder Retour um zurück auf den Traumpfad zu kommen. Wenn ich ehrlich bin hatte ich da schon eigentlich keine Lust mehr weiter zu laufen. Hilft ja aber alles nix.

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Das tolle an der neuen Weste ist ja, dass sie so warm hält dass man nicht auskühlt falls man mal eine Gehpause einlegt. Das doofe an der Weste ist ja, dass sie so warm hält dass man nicht auskühlt falls man mal eine Gehpause einlegt… Man muss also nicht loslaufen wenn man nicht erfrieren will…eine fiese Zwickmühle.

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der perfekte Herbst / Winterhimmel!

Aber im Grunde war es auch egal ob ich nun wandern oder laufen würde, beides kann ich im Dezember beim kleinen Kobolt gut brauchen und es gibt schlimmeres als bei so einem Wetter etwas länger an der frischen Luft zu sein finde ich.

Sehr zu empfehlen ist das Keverbachtal, dort geht es auf knapp 3,5 km über kleine Singeltrails immer am Bachlauf entlang. Zu jeder Jahreszeit ein tolles Stück.





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Sascha

Sascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.

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